Der Weihnachtsmann und Rossi

Posted on 08/12/2010 von

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Ich bin der Weihnachtsmann. Manche nennen mich auch Santa Clause. Heute möchte ich Euch eine Geschichte erzählen, welche angefangen hat wie ein Detektivspiel. Letzten Donnerstag, also an dem Tag, wo ihr schon das 3. Adventstürchen geöffnet habt, hat sich seltsames zugetragen.

In meinem geheimen Raum, wo nur ich rein kann, waren Geschenke versteckt, welche was ganz besonderes sind. Ich verstecke da immer die Geschenke, die ich für die Elfen habe. Ihr müßt wissen, meine Elfen sind sehr neugierig. Da ist es besser, die Geschenke sorgfältig zu verstecken.

Doch als ich am besagten Tag in den Raum gegangen war, waren manche Geschenke geöffnet. Ich wunderte mich, weil den Raum kennt eigentlich niemand und es kam eigentlich auch niemand außer mir da rein. Da ist ein geheimer Code, den ich immer sprechen muß, wenn ich rein möchte. Da ich ihn geändert habe, kann ich es Euch heute verraten. Immer wenn ich „Ho, Ho, Ho“ direkt in eine Zuckerstange spreche, öffnet sich diese Tür.

Auch ein Elf ist an dem Abend zu mir gekommen und hat ähnliches berichtet. Der Elf war traurig, weil die Geschenke neu verpackt werden müssen. Für mich war interessant das nicht ein Päckchen geklaut wurde. Aber warum öffnet jemand Geschenke und klaut diese nicht? An diesem Donnerstag war es schon spät, darum habe ich beschlossen, erst am nächsten morgen zu ermitteln. Ich hatte meinen warmen Kakao getrunken aus meiner neuen Tasse. Und vor dem schlafen bewunderte ich noch das Poster mit meinen Renntieren. Das Poster errinnerte mich an die Film-Poster von „Men in Black“. Die Renntiere sahen cool aus. Nur das diese keine Waffen in der Hand hatten, sondern Zuckerstangen.

Ich überlegte noch, weil ich noch Spuren gefunden hatte. Braune kleine Haare und alle geöffneten Geschenke waren Pink. Doch über den Gedanken war ich eingeschlafen.

Am nächsten Tag, es war das 4.Adventstürchen, habe ich eine Tasse im Kalender gefunden. Es war mit einem Potrait von Rudolf. Da Rudolf eh ein kleines Tief hatte, weil er meint, er sei nur die Taschenlampe mit seiner leuchtend roten Nase, hab ich ihm die Tasse gezeigt und erklärt, das ich ohne ihn die Geschenke nicht zu den Kindern bringen kann. Rudolf ging es danach besser und sagte zu mir: „Weihnachtsmann, Du bist der Beste.“ Naja, ich hab es zumindest so verstanden. Ich kenne ja die Renntiersprache nicht. 😉

Auch an dem 4. Tag im Dezember hab ich wieder Päckchen entdeckt, welche geöffnet wurden. Alles war gleich, nur das die Spuren deutlicher wurden. Ich entdeckte kleine Abdrücke von Hufen, welche nur von kleinen Renntieren sein konnten. Aber ich hatte keine Jungtiere. Trotzdem habe ich den Weihnachtsalam ausgelöst und alle Elfen haben im Haus, in der Spielzeugfabrik und in allen Zimmern gesucht. Wir haben nichts gefunden.

Und dann war auch plötzlich alles ruhig. Nicht passierte mehr, auch nicht am nächsten Tag. Am Tag, als der Nikolaus seine Arbeit beendet hatte, hatte er mich besucht. Wisst Ihr welcher Tag das war? Es war der Tag, wo Ihr das 6.Adventstürchen geöffnet hattet. Wir haben uns unterhalten über Knecht Rubrecht, aber auch über meine komischen Erlebnisse mit den Geschenken. Als der Nikolaus gegangen war und ich ins Bett wollte, ging ich noch zu meinem Schreibtisch. Da steht jeden Abend meine Tasse Kakao. Diesmal war die Tasse leer. Nur wer hat diese leer gemacht? Ich war es nicht. Da war ich mir sicher. Allerdings habe ich wieder die Fußspuren entdeckt. Diese führten mich unter mein Bett.

Und da habe ich den Täter entdeckt. Es war tatsächlich ein kleines Renntier. Es war sehr süß, sehr lieb und hatte Angst. Ich sagte: „Hab keine Angst. Ich bin der Weihnachtsmann und tue niemanden etwas zu leide.“ Das Renntier war eingeschüchtert, also lockte ich es mit Schokolade. Es kam raus. Und es fing an zu sprechen. Ich wunderte mich, weil ich eigentlich kein Renntier kenne, was meine Sprache spricht. Gut, die verstehen mich, wenn ich was sage, aber keines konnte mit mir wirklich reden. Nur Zeichen geben, das ging.

Es sprach zu mir und sagte: „Ich bin Rossi.“ Ich sagte zu ihm: „Hallo Rossi. Was machst Du hier?“ Rossi beschwerte sich sofort. Er sagte zu mir: „Mein Name ist Rossi. Bitte spreche es so wie Roß und ein i dahinter. Meine Eltern sagten immer zu mir, ich wäre stark und stolz wie ein großes Roß. Darum mein Name.“

Wisst ihr was ein Roß ist? Das sind große stolze Pferde. Die wirken sehr stark und die Menschen haben viel Respekt vor diesen Pferden. Rossi will sich auch so sehen, also respektiere ich das.

Ich hab noch eine große Kanne Kakao organisiert und hab mich mit Rossi auf mein Bett gesetzt. Rossi trank diesen besonders leckeren und warmen Kakao und fing an zu erzählen:

„Ich bin mit meiner Herde durch den Schnee gelaufen. Ich war immer bei meiner Mama. Wir waren alle sehr glücklich, aber dann passierte es. Ein großer Schneesturm kam auf. Die Herde spürte es und wollte sich schnell in Sicherheit bringen. Doch der Sturm kam so schnell und ich stürzte auch noch. Als ich mich umsah, war plötzlich alles weiß. Als wenn ich überall nur Wände gesehen hätte. Meine Eltern und die ganze Herde war weg.“

Ich schaute Rossi an und spürte das es ihm sehr unwohl war, aber er erzählte einfach weiter:

„Ich hab einen kleinen Hügel entdeckt, wo ich mir Schutz gesucht hatte. Nach einer langen Zeit, war der Sturm vorbei. Doch nicht nur der Sturm war weg. Sondern auch meine Eltern. Ich hatte richtig Angst. Ich schaute in den Himmel. Der war richtig schwarz. Ganz viele Sterne konnte ich sehen. Ein Stern leuchtete besonders stark. Ich schrie, das ich zu meiner Mama will. Ich schrie vor lauter Angst. Dann leuchtete der eine Stern noch stärker. Ein Schweif bildete sich, als wenn der Stern mir damit sagen wollte, das ich in diese Richtung gehen sollte. Aus irgendeinen Grund habe ich die Angst verloren. Ich hatte das Gefühl, der Stern würde mich beschützen. Also bin ich gelaufen. Immer weiter und immer in die Richtung, die mir der Stern gezeigt hatte. Irgendwann bin ich hier gelandet.“

Darauf sagte ich zu Rossi: „Ja, da mußt Du aber sehr großen Hunger gehabt haben, oder?“ Rossi reagierte mit einem Nicken und sagte zu mir: „Oh ja, und so suchte ich nach was zu Essen. Da sind mir so bunte Päckchen aufgefallen und dachte, da ist was drin. Als ich diese geöffnet hatte, entdeckte ich nur seltsame Sachen, aber nix zu essen.“ „Ja, lieber Rossi, das sind Geschenke für die Kinder. Unsere Küche ist wohl nicht so leicht zu finden.“, sagte ich zu Rossi. Doch Rossi erwiderte: „Stimmt, aber ich hab eine Stelle gefunden, wo ich was gefunden hab. Doch dieses Heu schmeckte mir nicht. So kam ich irgendwann in dieses Zimmer mit dem Getränk.“ Rossi deutet auf meinen Kakao.

Mich wunderte nur das Rossi meinen geheimen Raum gefunden hatte und fragte nach. Rossi gab mir die Antwort: „Ich hatte mich versteckt, als ich Schritte hörte. Als Du, lieber Weihnachtsmann, vor der Tür von diesem Raum gestanden hast, hab ich gesehen wie Du die Tür geöffnet hast. Das hab ich einfach nachgemacht. Gut das ich Deine tiefe Stimme nachmachen konnte. Nur leider war in dem Raum auch nichts zu Essen.“

Ich überlegte lange, was ich nun mache. Da kam mir eine Idee: „Rossi, Du kannst erstmal bei mir bleiben, aber Du mußt bei mir auch arbeiten wie alle anderen auch. Ich stelle Dir auch meine Renntiere vor, die sich bestimmt freuen, Dich zu sehen. Besonders Rudolf dürfte sehr glücklich sein, nicht mehr der Jüngste zu sein. Und wenn Du willst, suchen wir gemeinsam nach Deinen Eltern. Einverstanden?“

Rossi nickte, wirkte sehr glücklich aber auch sehr erschöpft. Er ist eingeschlafen in meinem Bett. Ich hatte in zugedeckt und war froh das mein Rätsel aufgelöst ist.

Doch das Abenteuer mit Rossi geht nun erst richtig los, da bin ich mir sicher. Doch das ist eine andere Geschichte, die ich Euch gerne bald erzähle.

Der Weihnachtsmann ist auch auf Facebook und schreibt täglich was ihm so passiert. Auch über neue Abenteuer mit Rossi, dem jungen Renntier. Anklicken, „Gefällt mir“ auswählen und täglich informiert sein,was der Weihnachtsmann erzählt.

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Posted in: Kinder