Wuppertal: Bürger reparieren Straße, Stadt hilft Bildung

Posted on 23/01/2010 von

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Die Straßen von Wuppertal sind schlecht. Durch den kalten Winter, sind die Straßen noch schlimmer geworden. Gestern hab ich gelesen das alleine vor dem Winter die Kosten für Instantsetzung noch auf 112 Millionen Euro beziffert wurde. Durch den aktuellen WInter wird dies deutlich mehr. Wer die Sparpläne vom OB Jung in Wuppertal kennt, weiß das nicht viel passieren wird. Hier und da ein paar Flicken und wo man aus Kostengründen nix machen kann, gibt es halt 30-Zonen. Für Fußgänger (auch die Bürgersteige sind betroffen) und Autofahrer wird es also langsam ein Gefühl, als wenn man durch die DDR fahren/gehen würde, so wie vor der Wende.

Doch was kann man da machen? Wenn die Stadt nicht will und nicht kann, gibt es die Möglichkeit, die Stadt zu zwingen. Schlicht weil die Stadt ihre Pflicht zur Sicherung der Straßen vernachlässigen würde. Dies bringt allerdings nicht viel, weil zur Sicherheit werden ja Tempo 30 Schilder aufgestellt.

BÜRGER KÜMMERN SICH UM DIE STRASSEN – DIE STADT KÜMMERT SICH UM BILDUNG
Ich denke, man sollte mit der Stadt einen Deal machen, der wie folgt aussieht: Die Bürger reparieren in Eigenregie die Straßen und die Stadt stellt die Hälfte der ersparten Kosten für Bildung und Kindergärten zur Verfügung. Die Stadt spart 50 % Kosten für die Sanierung und der Bürger hat eine fast 100 % reparierte Straße und hat noch was für unsere Kinder und Jugendlichen rausgeschlagen.

Mein grober Plan sieht so aus:
Erstmal können Privatleute und Unternehmer eh günstiger bauen und arbeiten als die öffentliche Hand. Wodruch die Kosten eh sinken. Es wird kräftig für die Aktion geworben. Freiwillige Helfer müssen gefunden werden. Wer eh keinen Job hat oder auf Kurzarbeit ist, hätte ja Zeit. Die ARGE könnte dies ja auch für Qualifizierungsmassnahmen nutzen. In Sachen Straßenbau finden sich ja auch genug Handwerker, welche wissen, wie man die Straßen fachgerecht repariert und derzeit ohne Job sind oder auf Kurzarbeit. Die notwendigen Werkzeuge und Maschinen stellen wuppertaler Unternehmen zur Verfügung entweder kostenlos oder zum Selbstkostenpreis. Wer Werkzeug und Maschinen hat, die derzeit eh für bestimmte Zeit nicht gebracht werden, kann diese ja verleihen. Gut wäre natürlich auch, wenn Unternehmer bereit wären, Leute mit Ahnung für Planung, Koordination und Umsetzung anbieten würden. Das notwendige Material wird bezahlt über Spendengelder. Alle Zeitungen von Wuppertal werden aufgerufen, um Spenden zu Kämpfen. Quasi unsere Medien als Medienpartner für diese Aktion. Und jeder Bürger, der irgendwie kann und will, arbeitet mit an den Straßen. Die großen Sponsoren (also i.d.R. Unternehmen) können ja werbewirksam darauf aufmerksam machen und können ihre Spenden steuerlich geltend machen.

Natürlich muß man die Stadt so knebeln, das kein Mist gebaut wird. Es muß per Gutachten festgestellt werden, wie hoch die Kosten für die Stadt wären, wenn diese alle Straßen sanieren, die es nötig haben. Der Betrag wird dann halbiert und es wird vertraglich zugesichert, das die Stadt diese Gelder zusätzlich für Bildungseinrichtungen zur Verfügung stellt. Heißt also das bereits geplante Projekte damit nicht finanziert werden sollen. Sondern das eben für z.B. mehr Material (z.B Bücher und Bücherei, Computer u.s.w.), mehr Personal ausgegeben wird. Dies muß natürlich kontrolliert werden und zeitnahe sollte dies umgesetzt werden. So vermeidet man, das sich die Stadt aus der Affaire zieht.

Mit der Idee haben alle was davon, die in Wuppertal leben, also wer ist dafür?

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