Wuppertaler wehrt euch: Die Stadt spart auf Eure Kosten

Posted on 22/11/2009 von

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Ein paar gewisse Selbstverständlichkeiten einer jeden Stadt werden in Wuppertal entfernt. Dafür muß man mehr zahlen. Die Folgen treffen jeden Bürger. Kaum wurde Herr Jung erneut zum Oberbürgermeister gewählt, hat er seinen Giftschrank voller verdorbener Wahlgeschenke geöffnet. Es wird fleißig gestrichen in einer Stadt, die kein Geld hat. Wo viele Bürger abwandern und kaum neue Bürger einwandern. Und der Giftschrank sorgt dafür, das man noch weniger Bock auf Wuppertal hat. Das Sparprogramm ist sicher notwendig, doch der Schaden für die Bürger ist extrem. Hier mal einige Dinge, die man sich genauer ansehen sollte.

Wegen der 1,8 Milliarden Schulden, welche vorraussichtlich 2011 das Eigenkapital der Stadt aufzehren, wird man nun jährlich 80 Millionen einsparen mit extremen Folgen:

Personal bei der Stadt wird gesenkt
Durch Einstellungsstopps und entsprechenden Versetzungen, soll Personal eingespart werden. Es wird keiner aus betriebsbedingten Gründen gekündigt, doch kann man sicher davon ausgehen, das es Angebote geben wird, Mitarbeiter der Stadt in Frührente und ähnliches zu schicken.

Bürgerbüros werden vernichtet
Diverse Einrichtungen der Stadt werden geschlossen. Dazu gehören Bürgerbüros. Heißt also das Bürger von Wuppertal immer einen langen Weg zum Amt haben werden. Egal ob man nun Gehbehindert, Alt oder Berufstätig ist. Lange Wartezeiten beim Meldeamt sind zu erwarten und frustrierte Mitarbeiter der Stadt, die nicht nur überarbeitet sein werdenm, sondern entsprechend auch weniger Zeit je Bürger haben werden.

KOSTEN STEIGEN, DAFÜR: Schließung von Schwimmbad, Schulen. Bildung und Kinder wird man mit Füßen treten
Die Schwimmbäder in Ronsdorf und Vohwinkel, sowie Freibäder von Mirke, Eckbusch und Vohwinkel werden dicht gemacht. Nur Mählersbeck und Neuenhof überleben. Dazu steht auch fest, das unser Schauspielhaus ab 2012 dicht gemacht wird. Das alleine reicht aber nicht und so geht es an die Bildung. Grundschulen und Hauptschulen wird man konsequent schließen, wenn diese nicht die Anmeldezahlen erreichen, welche vorgegeben sind. Während die Erziehungshilfen um 7,5 Mio Euro geschrumpft werden, will man die Eltern stärker zur Kasse bitten. Das betrifft insbesondere Ganztagsgrundschulen, Kindertageseinrichtungen und die Bergische Musikschule. Das Problem ist nur: Viele Familien sind darauf angewiesen, das beide Eltern arbeiten gehen. Diese werden jedoch damit bestraft, das die Stadt diese eben mehr zahlen müssen. Dazu noch lange Anfahrtswege zu Haupt- und Grundschulen, wenn die Schule um der Ecke geschlossen werden muß. Bildung und Erziehung ist für jeden Politiker vor der Wahl ein besonderes Anliegen. Nach der Wahl ist es immer noch ein besonderes Anliegen, eben um zu sehen, wie man da sparen kann. Schaden tut es dem ganzen Volk. Unser einziger Pluspunkt in der Welt ist, das wir ein starkes Bildungssystem haben, was aber immer weiter zum Leid von Eltern und Kind beschnitten wird.

Autofahrer zahlen mehr
Verschmerzen kann man ja, das die Stadt ihre Blitzer rund um die Uhr arbeiten lassen. Wer schneller fährt als erlaubt, muß also damit rechnen, geblitzt zu werden. Das zu jeder Zeit. Das ist ok, aber die Stadt gibt zu das es nicht darum geht, mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu schaffen. Die Stadt sagt damit, das man Autofahrer melken will.

Mehr Parkgebühren.
Die Parkautomaten müssen nun schon ab 8 Uhr gefüttert werden, was zu Mehreinnahmen führt. Und auch kleiner Stadtteile werden nun mit Parkautomaten versorgt. Was viel Ärger bedeuten dürfte. Autofahrer haben es damit schwer in Wuppertal. Nur noch zahlen für jede Minute, die man parken will.

UND DAS ALLES SIND NUR AUSZÜGE!!!

WUPPERTALER WEHRT EUCH
Die Aktion „Wuppertal wehrt sich“ kämpft z.B. gegen die Sparpolitik des Landes. Ich denke, wir sollten nun besser sagen: „Wuppertaler wehrt Euch“ gegen die radikalen und ungerechten Sparmaßnahmen der Stadt Wuppertal. Und so rufe ich auf, Euch kräftig zu beteiligen. Schreibt hier Eure Kommentare. Organisiert Proteste und Demos. Sorgt für Bürgerbegehren und verbündet Euch alle zu einem anderen Weg, wodurch die Stadt aus ihrer eigenen Finanzkrise raus kommen kann und der Schmerz beim Bürger nicht so radikal ist. Fakt ist nunmal, die Stadt muß entweder mehr einnehmen oder einsparen. Eine Lösung finden ist nicht einfach. Doch die Lösung, die von Peter Jung vorgestellt ist, ist nicht haltbar.

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Posted in: Wuppertal