Lidl und die Krankenstände – So ist es halt

Posted on 07/04/2009 von

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Da bekomme ich gerne den Spruch verpasst, das ich mich auf Lidl eingeschossen habe. Nun, wenn man aber sieht, das besonders Lidl für Schlagzeilen sorgt, sind diese es auch selber Schuld. Über keinen Discounter gibt es soviel zu berichten, wie über Lidl. Aktuell ist im Spiegel zu lesen das in Bochum in der Mülltonne durch Zufall ca. 300 Seiten Unterlagen gefunden wurden. Krankenstände mit Begründung und welche Maßnahmen ergriffen werden sollen. Alles, was ein Vertriebsleiter so an Unterlagen hat. Dort steht auch, welche Krankheiten vorhanden sind und wenn es eine nicht funktionierende Befruchtung ist. Alles aktuell nach dem Spitzel-Skandal passiert (also ca. Mai 2008 – Januar 2009). Und es waren alles Kopien, wo man sich fragt, wieviele Kopien es noch gibt, wer diese hat und wer hat die Originale. Zudem wirken die Unterlagen sehr systematisch, sprich man darf davon ausgehen das dies in ganz Deutschland gemacht wird.

Der Chef von Lidl sagte zum Spiegel, das man alle angewiesen hat, die Unterlagen nicht mehr zu nutzen und das jeder VL einen Reiswolf bekommen hat, wo er die Unterlagen vernichten soll. Böse Zungen würden sagen: „Ein Reiswolf deshalb, damit nix mehr an die Öffentlichkeit kommt.“

Damit ist zumindest eines klar. Die Persönlichkeitsrechte, die Privatsphären werden bei den Mitarbeitern weiter gestört. Der Druck, so wie man lesen konnte, ist auf die Mitarbeiter noch immer sehr hoch und Lidl hat nix gelernt, obwohl diese Besserung versprochen hatten. Auch Journalisten sagen zu Recht: „Lidl lohnt sich“.

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Posted in: Wirtschaft