Schwebebahn – Fahrgastzählung, mangelnde Hilfsbereitschaft, quälender Umbau

Posted on 06/03/2009 von

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Heute bin ich viermal mit der Schwebebahn gefahren. Und da ich heute ein Kleinkind bei mir hatte, war ich entsprechend mit dem Kinderwagen unterwegs. Wie angenehm es ist, das inzwischen viele Stationen der Schwebebahn mit Fahrstuhl ausgerüstet ist, konnte ich damit deutlich spüren. Es ärgert mich auch, das der Umbau der restlichen Stationen noch immer nicht vollzogen ist. Mit dem Kinderwagen wirken die Treppen doch sehr lang. Die Hilfsbereitschaft der Mitbürger hält sich extrem in Grenzen. Und so polterte ich ständig an einer Station die Treppen runter bzw. rauf.

Das der Umbau dauert, ist ja nicht so schlimm, wenn es nur genug Menschen geben würde, die bereit wären, einmal kurz den Kinderwagen mitzutragen. Dafür gingen viele mit dem Kopf schüttelnd an mir vorbei, weil ich bald die halbe Treppe eingenommen habe. Unmöglich. Es gab allerdings auch Hilfsangebote. Das kam überwiegend von jungen Männern, welche mit Sicherheit eine andere Nationalität hatten, als die deutsche. Daher ein Lob an unsere ausländischen Mitbewohner. Hätte ich nicht mit gerechnet das sogar ein Typ, wo so der Slogan passt „Ich bin die coole HipHop-Sau von Wuppertal“ freundlich und spürbar gerne Hilfe anbietet. Doch oft kam die angebotene Hilfe fast erst, wo ich schon unten bzw. oben angekommen bin. Da können ja die Leute nix für, wenn diese es erst später sehen. Allerdings die, die stur an mir vorbei gegangen sind und auch noch den Kopf schütteln, die sind bescheuert.

Doch ich bin auch stark genug es irgendwie alleine zu schaffen. Es ist halt nur für das Kind unangenehm, wenn es durchgeschüttelt wird. Und ich muß halt etwas aufpassen.

Fahrgastzählung in der Schwebebahn
Dann wird derzeit eine Fahrgastzählung in der Schwebebahn gemacht. An jeder Tür der Bahn steht jemand, der an jeder Station zählt, wieviele Menschen in die Bahn steigen bzw. aussteigen. Er meinte, er sei bis Juni damit beschäftigt und das von morgens bis abends und jeden Montag, Mittwoch und Freitag wird dies gemacht. Die Stadtwerke bezahlt dafür sogar recht ordentlich. Netto 900 Euro springen da jeden Monat raus (pro Person). Bei vier Zähler in einer Bahn sind es also 3.600 Euro je Monat. Rechnet man dies weiter hoch, ist das schon viel Geld, nur um zu ermitteln, welcher Takt zu welcher Uhrzeit sinnvoll ist.

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Posted in: Wuppertal