Karneval im Wuppertaler Brauhaus

Posted on 23/02/2009 von

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Erstmal Danke dafür, das ich zum Brauhaus eingeladen wurde. So war doch noch etwas Karneval dieses Jahr möglich. Da ich kein Kostüm hatte, bin ich also Zivil hingegangen, so wie es sich für einen Wuppertaler gehört. 😉 Am Rosensonntag ist in Wuppertal der Umzug und danach wird hier und da gefeiert. So auch im Wuppertaler Brauhaus. Positive Überraschung war, das wirklich die Mehrheit irgendwie verkleidet war. Mal mehr, mal weniger. Die Stimmung war im Vergleich nicht so gut wie in Köln, aber auch nicht so arrogant wie in Düsseldorf. Also ein angenehmes und insgesamt friedliches sowie lustiges Umfeld. Und es gab (in Gegensatz zu Köln) keine bösen Blicke, wenn man nicht verkleidet war. Mein Glück, wobei ich normal immer verkleidet bin.

Wenn man mal vom Frauenklo absieht, gab es keine Warteschlangen, da zusätzliche Bierstände vorhanden waren. Zwischendurch versuchte ein DJ Ötzi Imitator die Stimmung anzuheizen. Auf diesen konnte man verzichten, weil die Musik war eh ein Playback vom Original und den Imitator hat man nicht gut sehen können. Neben üblicher Karnevalsmusik gab es auch lokale Songs wie „Das ist meine Heimat, das ich mein Wuppertal“ und auch Party-Ballermann-Titel wie die hustenden Regenwürmer oder die Eunuchen–Musik von Michael Wendler. Gegen Abend gab es dann auch die Lasershow zur Musik, was in der alten ehemaligen Barmer Schwimmhalle wirklich wahnsinnig gut wirkt.

Hat also insgesamt viel Spaß gemacht. Nette kleine Geschichten durfte ich auch erleben, was aber oft übliche Männergespräche sind. Da stand zum Beispiel ein Mario (Nintendo Held) an der Pinkelrinne. Da meinte eine Tankstelle, das dieser Mario wohl einen Kleinen hat. Mein Kommentar dazu war nur, das der Mario nur Pilze essen muß (oder Pils trinken?), dann wird er ja groß. Bezeichnenderweise hat die Tankstelle auf seinem Rücken stehen „Love Diesel“. Ich denke mir nun meinen Teil, womit er sein kleines Geschäft erledigt hat.

Wegen der langen Schlange beim Frauenklo, kamen viele Frauen zu uns in das Herrenklo. Als die Männer in gespielter Form sich entpört haben, gab es von den Frauen nur den Kommentar: „Wir machen hier nur eine Vorauswahl, was wir nachher in unser Bett nehmen möchten.“ Schlagfertig und typisch im Karneval.

Da die Pinkelrinne permanent mit Wasser an der Wand gespült wird, meinte ein Mann, das es doch toll ist. „Sowas gibt es nicht einmal in Köln. Händewaschen und Pinkeln gleichzeitig. So hat man keine Probleme mit Hepatitits a, b, c, d und e.“ Allgemeines grinsen im Raum. 😉

Das Brauhaus geht über mehrere Etagen und es waren auch reichlich Kinder dort. Ob ich Kinder ins Brauhaus mitgenommen hätte, wo soviel getrunken wird, wie zu Karneval, ich weiß es nicht. Doch die Kinder hatten ihren Spaß. Von den oberen Etagen haben diese Luftschlangen runtergelassen und versucht, die Menschen unten im Nacken zu treffen und zu ärgern. Sehr lustig. Die Kinder hatten mit diesem harmlosen Streich richtig Spaß. Fand ich wirklich gut.

Ansonsten merkt man schnell, das man noch in Wuppertal ist. Wenn man das Brauhaus von Wuppertal verlässt, ist man schnell wieder auf den Boden, weil vor der Tür ist nix los. In Köln oder Düsseldorf geht man vor die Tür und wird quasi durch die Partymasse automatisch ins nächste Lokal gezogen. Ich kam im Brauhaus vor die Tür und wurde quasi wegen gähnender Leere in die nächste Schwebebahn getrieben.

Das ist eben Wuppertal und keine Karnevalshochburg.

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