Unwort des Jahres 2008 "Notleidende Banken"

Posted on 23/01/2009 von

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Das Unwort des Jahres 2008 ist „Notleidende Banken“, wie nun bekannt gemacht wurde. Das auch völlig mit Recht. Wenn ich mir ansehe, wie viele Unternehmen vor der Pleite stehen, weil Banken selbst sichere Kredite verweigern. Und wenn ich mir anschaue wie extrem die Staaten Gelder an Banken geben, was letztlich Geld von jedem Steuerzahler ist. Und wenn ich mir die Folgen bei Arbeitnehmern und bei z.B. der Autoindustrie anschaue, dann leidet jeder, aber nicht die Banken. Die haben zwar viel Geld durch deren eigenen Fehler verloren, aber notleidend sind diese im Prinzip nicht. Da wird ja geholfen. Doch Opfer ist jeder. Die Bank ist der Täter.

Die offizielle Begründung für das Unwort des Jahres „Notleidende Banken“ ist wie folgt:

Der Begriff “notleidende Banken” stellt das Verhältnis von Ursachen und Folgen der Wirtschaftskrise rundweg auf den Kopf. Während die Volkswirtschaften in ärgste Bedrängnis geraten und die Steuerzahler Milliardenkredite mittragen müssen, werden die Banken mit ihrer Finanzpolitik, durch die die Krise verursacht wurde, zu Opfern stilisiert.

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Posted in: Wirtschaft