Hass auf Ghetto-Blaster Handys

Posted on 20/10/2008 von

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Heute war es mal wieder soweit. Ich steige in die Schwebebahn ein und höre laute Musik aus schlechten Boxen. Das kann nur wieder einer sein, der sein MP3-Player an hat und meint, der DJ der Schwebebahn sein zu müssen. Es war Gangster-Rap. Ich mag die Musik nicht, doch das ist ein anderes Thema. Das ich gezwungen werde diese Musik zu hören, ob ich nun will oder nicht, das stört mich einfach. Es ist unhöflich und aufdringlich. Gut, die Person kann keine Kopfhörer benutzen. Dafür gibt es zwei mögliche Gründe. Entweder hat er keine Bedienungsanleitung um zu erfahren, wie Kopfhörer funktionieren oder aber die Person hat im Kopf ein Vakuum und wenn die Kopfhörer ins Ohr gehen, würden die direkt eingesaugt. Was natürlich auch doof aussehen dürfte. Und das erstmal raus bekommen.

Irgendwann, das hab ich mir feste vorgenommen, nehme ich dem Kid das Handy aus der Hand. Schalte es aus und dann wieder an. Dann gebe ich dreimal die falsche PIN ein und dann ist Ruhe im Karton. Die Idee finde ich persönlich sogar richtig gut. Es wäre nicht einmal Diebstahl oder Sachbeschädigung. Doch der Effekt wäre der gleiche. Den 15-stelligen PUK hat ja niemand auswendig im Kopf.

Heute hab ich nur mit einer sehr ernsten und bösen Miene darum gebeten, die Musik leiser zu machen. Ich werde daraufhin, wie immer, böse angeschaut. Heute hab ich dann andere Fahrgäste im Umkreis von dem Kid angesprochen und gefragt ob diese auch die Musik aus haben wollen? Ein Nicken kam immer zurück und dann wieder zu dem Kid mit einer klaren Botschaft mit böser Miene und freundlicher Stimme: „Mach es leise oder steck Dir Kopfhörer rein. Alternativ bist Du an der nächsten Station draußen.“ Hat funktioniert. Ruhe kehrte ein. Brav. Warum nicht gleich so?

Gleicher Ort nur an einem anderen Tag haben mich zwei Mädels ausgelacht, als ich darum gebeten habe, die Musik leiser zu machen., Als ich dann wörtlich sagte: „Ich mache hier keine Scherze.“ reagierten diese und machten leiser. Ein Mann von geschätzt 20 Jahren schaute mich nur sehr unverständlich an, das ich einfach nur wollte, das die Musik leiser gemacht wird. Hmmmm…..

Immerhin hören die meisten Kids englische Musik. Englisch ist im Lehrplan der Schule enthalten und für die Zukunft auch wichtig. Darum ist es ganz gut. Auch wenn Worte wie „Bitch“, „Motherfucker“, „Fuck you“ in einer Dichte auftaucht, das ich mich frage ob die US-Interpreten nur 3-4 Worte verstehen, so wie Bohlen nur ein Klangmuster beherrscht. Es ist immerhin englisch, immerhin. 😉

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Posted in: Wuppertal