Spiegel: Journalisten sind Mitschuldige bei der Finanzkrise

Posted on 08/10/2008 von

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Ich kenne einen ehemaligen Mitarbeiter von n-tv. Der hat sinngemäß zu mir gesagt, das n-tv der Wirtschaft die Zusage macht, nicht schlecht über diese zu reden, außer die produzieren die negativen Schlagzeilen selber. Soll also heißen, das n-tv nicht hinterfragt. Soll heißen das n-tv nicht investigativ arbeitet. Dafür hängt n-tv ja auch zusehr an Werbegelder die z.B. von der Finanzwirtschaft kommen. Soweit zumindest das, was man mir mal sagte. Heute hab ich im Spiegel einen Absatz entdeckt, der genau auf das Thema eingeht. Bildet Euer eigenes Urteil:

Auch die Berichterstatter (den Autor eingeschlossen) spielen eine unrühmliche Rolle. Viele Medien haben eine Wächterfunktion, deren sie sich gern rühmen und deretwegen sie auf ihre Unabhängkeit pochen. Diese Aufgabe, Misstände aufzudecken, haben die Wirtschafts- und speziell die Finanzjournalisten in diesem Fall oft unzureichend oder gar nicht wahrgenommen. Sie haben die Undurchschaubarkeit der von den Investmentbanken konstruierten Wertpapiere nicht angeprangert; sie haben, in Deutschland, keine Rechercheanstrengungen unternommen, um die ausgelagerten „Zweckgesellschaften“ zu enttarnen; sie haben viel zu unkritisch das verantwortungslose Treiben der Investmentbanker beschrieben.

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Posted in: Wirtschaft