Eine Fahrt durch die Nacht – Teil 7

Posted on 13/08/2008 von

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Fortsetzung der fiktiven Serie. (Teil 6, klick hier, Teil 1 – klick hier) Hmmm, irgendwas stört mich daran das mich meine Frau anruft. Der Polizei will ich aber keine Chance geben, mir noch ein Bußgeld zu geben. Ich fahre mal auf den Parkplatz der da gerade kommt. Vielleicht meckert sie nur das ich noch nicht zu Hause bin. Wer weiß was sie will, aber ich möchte ja lieb und fürsorglich sein. So, nun stehe ich. Motor ist aus und ich kann anrufen.

Moment mal, ist das Zufall? Da steht wieder das Auto mit dem Paar, das es während der Fahrt getrieben hat. Es wackelt wieder. Ich begreife es nicht. Das geht doch schon seit Stunden so. Der Mann muß was geschluckt haben, das er solange für sie da ist. Unglaublich. Gut das meine Frau das nicht weiß, was ein Mann so kann, sonst könnte ich einpacken. Man, das lenkt ja total ab. Ich muß meine Frau anrufen. Jetzt muß ich warten. Es dauert ja bald eine Ewigkeit bis sie ran geht. Das Auto vor mir wackelt aber wirklich kräftig. Schlagartig ist da Bewegung drin, als wenn man einen extremen Belastungstest mit den Stoßdämpfern machen wollte. Auto steht still. Wird auch Zeit.

„Ja Schatz? Was gibts.“ sagt sie zu mir etwas aus der Puste.
„Du hast angerufen als ich gefahren bin. Da konnte ich leider nicht sofort ran. Was machst DU gerade?“ meinte ich so.
„Ich hab das Handy gesucht. Es hat sich irgendwie selbstständig gemacht.“
„Achso. Also, was gibts. Warum hast Du mich vorhin versucht zu erreichen?“, frag ich so.
„Mir ist was passiert, weshalb ich mit Dir reden muß.“
„Ja, dann erzähl mal.“
„Mein Schatz, ich hab Dich immer sehr geliebt und mich um Dich gekümmert, aber ab heute gehen wir getrennte Wege.“, erzählt sie mir sehr nüchtern.

Ich muß schlucken. Sie macht mit mir Schluss? Sie will die Scheidung? Und die Kinder? Und was ist mit mir? Was soll das? Was hab ich getan? Und so sagt Sie weiter: „Ich gehe schon seit längerer Zeit Fremd. Ich habe einen Mann gefunden, der mich wirklich sehr liebt. Das Gefühl hast Du mir schon lange nicht mehr gegeben. Außerdem ist der Sex mit ihm so unglaublich geil. Es passt einfach alles. Und mach Dir wegen den Kindern keine Sorge. Du kannst sie haben. Ich werde mit meinem Enzo nach Spanien gehen.“

Noch immer kann ich nix sagen. Das verstehe ich nicht. Wie kann eine Frau so sein? Und ein Enzo? Klingt schon fast so wie der Gonzo aus der Muppet-Show. Obwohl, blöder Vergleich. Gonzo und seine Nase. Naja, an der Nase eines Mannes, erkennt man seinen Johannes. So heißt es ja. Gott, ich hab schon Bilder vor Augen, wo ich nur noch kotzen möchte.

„Sag mal, wo bist Du eigentlich gerade?“, frag ich sie so.
„Die Kinder werden betreut bist Du zurück bist. Ich sitze gerade im Auto und hab die ganze Nacht den geilsten Sex in meinem Leben gehabt. Bis Du mich gestört hast.“, so sagt sie es.

Ich schrecke auf. Nein, ich schaue zu dem Fick-Mobil vor mir. Es bewegt sich nicht. Ich habe einen grausamen Verdacht. Was ist, wenn sie in dem Auto sitzt und ich hab sie die ganze Zeit gesehen aber nicht erkannt. Gut, die Brüste konnte ich ja während der Fahrt erkennen und die Haare, aber da konnte ich nicht auf meine Frau schließen. Ich steige aus und sage ihr „Schatz, ich verstehe das nicht. Doch ich habe eine Überraschung für Dich. Warte mal kurz.“

Nun mache ich mich auf den Weg zu diesem seltsamen Auto und hab zum Glück diese Einwegkamera dabei. Ich stehe vor dem Auto und schaue rein. Tatsächlich, sie ist es. Sie und der Gonzo schauen mich erschrocken an. Beide komplett nackt. Ich drücke ab und sag ins Telefon: „Du blöde Hure. Das Foto werde ich unserem Nachwuchs zeigen, wenn die wissen wollen wer die Mutter ist.“ In dem Moment startet der Motor von dem Wagen und als er mit quietschenden Reifen los fährt, mache ich einen Satz zurück.

Nun sitze ich am Straßenrand. Ich bin total erledigt. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich glaube, es ist nun eine halbe Stunde vergangen und ich hab mich nicht bewegt. Plötzlich kommt wieder dieses Ampelmännchen. „Hey Sie?“ Ich schau ihn nicht an und sage nur: „Ja, geben sie mir noch ein Bußgeld wegen zu langen abhängen. Ist schon gut. Sie können mich auch einlochen. Mir egal.“

Darauf der Polizist: „Was ist los mit ihnen?“
„Meine Frau hat mich verlassen….“, und so erzähle ich, was ich heute alles erlebt habe.
„Oh Gott, und dann hab ich sie auch noch so geärgert. Das tut mir leid. Wirklich, es tut mir leid. Da erklärt sich für mich einiges. Kommen sie, die Sonne geht auf. Wir fahren zu meiner Frau an die Raststätte und trinken den Personalkaffee. Der schmeckt immerhin.“
„Ja ist ok.“, sag ich und wir steigen in unsere Fahrzeuge. Ich folge ihm freiwillig, ohne Bußgeld. Die Sonne geht tatsächlich auf. Die Nacht ist vorbei. Das war wirklich eine verrückte fahrt durch die Nacht. Die Geschichte glaubt mir keiner.

Wie es mit mir weiter geht? Ich weiß es nicht. Mal sehen was noch passiert. Vielleicht schreibe ich darüber irgendwann in einem Blog, oder ich schreibe ein Buch. Mal sehen.

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