E-Mail weiterhin Nr. 1 im Internet

Posted on 08/08/2008 von

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Wenn man nix zu forschen hat, erforscht man halt nicht ganz so wichtige Dinge. Dazu gehört, das Forscher ermitteln, was die Menschen im Internet am liebsten machen. Heute wurde veröffentlicht, das weiterhin die E-Mail die beliebteste Anwendung im Internet ist und der wichtigste Einstieg ins Internet ist der E-Mail Dienst (z.B. GMX). Das ist ja alles ganz nett. Ich empfinde E-Mail als extrem lästig. Es geht los mit Spam. Hat man einen Spamfilter, werden auch freundliche Mails vom Spamfilter verschluckt oder man stellt den Spamfilter etwas vorsichtiger ein und schon landen Spams doch noch im Postfach.

Dann die Sorte von Mensch, die Mails schreiben und weil diese ja so schnell beim Empfänger ankommt, erwarten diese auch noch, das sofort geantwortet wird. Kommt nicht innerhalb von ein paar Stunden eine Antwort, gibt es eine weitere böse Mail.

Dann die ganzen Registrierungen, wo man keine Chance hat, den damit verbundenen Newsletter wieder los zu werden. Und nicht zu vergessen, die Registrierungen, wo man gezwungen wird, eine Mailadresse anzugeben.

Und dann immer diese Ungewissheit, ob eine Mail auch wirklich angekommen ist. Verschickt man einen Brief, kann man davon ausgehen das der Empfänger diese auch bekommt. Bei Mails ist das nicht unbedingt der Fall. Manchmal kommt die Mail tatsächlich nicht an. Dann wird diese vom Empfänger mal mit Absicht oder Vorsatz unbeantwortet gelöscht, besonders wenn es unangenehme Mails wie Reklamationen sind. Und jeder kann im Spamfilter landen, auch wenn man keine Spam verschickt hat. Während man noch per Post zur Not ein Einscheiben verschicken kann, ist dies bei Mails weniger der Fall.

E-Mails sind auch oft unfreundlich. Statt „Hallo Lars“ wird direkt gesagt „Mach mal…“ Viele Höfflichkeitsformen gehen verloren. Dinge wie „Gruß“ oder „Mit freundlichem Gruß“ fehlt. Manchmal gar der Name vom Versender. Dafür gibt es Abkürzungen, die man sich in einem Brief nie trauen würde. Dinge wie *grins* und *lol* oder 😉 sind ja noch nett, aber es gibt noch viel schlimmere Dinge, die immer mehr verwendet werden. Hier eine nette Liste, was im Netz so üblich ist.

Trotzdem, auf E-Mail wollte ich nicht verzichten. Mein Blog informiert mich umgehend, wenn Kommentare kommen. Meine Freunde, Verwandte und Leser kommen schnell mit mir in Kontakt und umgekehrt. Und mit vielen Menschen halte ich Kontakt, wo man selten mal einen Brief schreiben würde. Und das sind so ein paar Gründe, warum ich Mail nutze. Doch meine beliebteste Anwendung im Internet ist es gewiss nicht. Es ist mehr eine Notwendigkeit mit kleinen positiven Nebeneffekten.

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