Eine Fahrt durch die Nacht – Teil 6

Posted on 07/08/2008 von

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Fortsetzung der fiktiven Serie. (Teil 5, klick hier, Teil 1 – klick hier) Das kann nicht wahr sein. Da ruft mich ein Polizist auf meinem Handy an, wo er weiß das ich im Auto sitze. Und dann soll ich auch noch Bußgeld für „Handy am Steuer“ zahlen? Der Bandit-Trick klappt nicht. Die Rache vom Polizisten kommt schon wieder und ich habe heute somit eine Blitze und zwei Bußgelder. Dabei will ich doch nur endlich nach Hause. Ach, wo ich gerade beim Film Bandit bin. Warum wurde er eigentlich nie geschnappt? Ich bin zwar nicht so cool wie er, aber ich könnte das doch auch machen. Einfach abhauen. Flüchten, sich verstecken und eine schöne Frau an meiner Seite.

Meine Ehefrau ist ja eh nicht mehr so, wie sie mal war. Ich hab schon oft überlegt, mich von ihr zu trennen. Doch ich hab Verantwortung und ein Versprechen gegeben. Und letztlich, auch wenn sie sich verändert hat, irgendwo liebe ich sie ja schon. Doch so ein heißer Feger ist sie nun nicht. Und ein heißer Feger an meiner Seite, wäre schon toll. Wäre ich Millionär, hätte ich vermutlich jeden Tag eine 20 jährige an meiner Seite und nach 3 Wochen wäre ich kein Millionär, sondern Hartz IV Empfänger. Aber das wäre es wohl wert. Nochmal ausbrechen und was erleben mit einem heißen Feger. Vielleicht sogar die Nummer im Auto, so wie es der andere Typ heute gemacht hat. Ach was, ich kann und mache sowas nicht. Nun muß ich erstmal rechts ran.

Ich sehe schon dieses dämliche Grinsen von dem Typ. Ich öffne das Fenster und bevor er überhaupt was sagt, sage ich: „So, das war Nummer 2. Beim dritten Mal geben Sie einen aus.“ Der Polizist schaut mich an mit Fragezeichen in den Augen. Dann schlägt er um, bekommt sein dämliches Grinsen und sagt: „Sie haben heute aber auch ein Pech. Das Geld was sie inzwischen verpulvert haben. Da wüsste ich schon bessere Dinge, damit anzustellen.“ Darauf antworte ich genervt: „Bei Ihrer Frau, da weiß ich was sie meinen.“ Bingo, mein Ampelmännchen grinst nicht mehr. Ich hab ihm mit magischen Worten, sein fieses Grinsen aus der Fresse gezogen. Damit könnt ich „The next Uri Geller“ werden. Das muß ich mir merken.

„Wollten Sie mich oder meine Frau etwa beleidigen?“, fragt er und knurrt wie ein scharfer Hund. „Nein, das wollte ich natürlich nicht. Doch es ist nunmal eine Tatsache und eine Feststellung von mir, das es ein wunderschönes Geschenk für sie und ihre Frau sein dürfte, mein Bußgeld fpür eine Schönheits-OP ausgeben zu können. Fakten sind nunmal keine Beleidigung, oder?“ Der Polizist bekommt langsam einen leuchtend roten Kopf, so als wenn er ein Leuchtturm auf der Autobahn werden wollte. Eigentlich wollte ich ihm noch sagen, das ich nun weiß, warum die Gärtner auf der Autobahn zwei Spuren gesperrt haben. Damit seine Frau nach Hause ins Bett kommt. Und ein übergroßer Schwertransporter braucht eben Platz. Doch ich lasse es lieber.

Der Polizist gibt mir meine Knolle und irgendwie kommt er ins denken. Dann sagt er: „Bitte steigen sie aus. Ich möchte das Warndreieck sowie Verbandskasten und ich habe den Verdacht, das sie unter Drogen stehen.“ Mist, ich hätte mein Mund schon früher halten sollen. Der Polizist hat bei mir alles, aber auch alles überprüft. Selbst, ob ich irgendwelche Drogen dabei habe. Blöd das ich ein Gefrierbeutel Waschpulver im Kofferraum habe. Das glaubt er mir nie. Und was sag ich? Er hat es entdeckt. „Ok, was ist das?“, fragt er. „Traubenzucker. Wenn sie mir nicht glauben, können Sie es gerne mal probieren.“ Normal haben Polizisten solche Testgeräte, um vor Ort erkennen zu können, ob es sich um Drogen handelt. Doch dieses Ampelmännchen macht jetzt einen auf „Miami Vice“. Er hat nur einen Fehler. Die von „Miami Vice“ sehen echt cool aus, auch wenn Don Johnson damals Alkoholiker war. Das Ampelmännchen öffnet die Tüte, befeuchtet seinen Finger und nimmt eine Probe. Er probiert. Und jetzt schäumt er. Er schäumt richtig. Er spuckt und spuckt und spuckt und schäumt offensichtlich vor Wut. „Ich kann ihnen nix anhängen. Sehen sie zu, das sie ganz schnell verschwinden. Wenn wir uns heute Nacht noch einmal sehen, gebe ich ihnen einen aus. Eine Übernachtung im Hotel der Polizei.“ Was ein Scherzkeks. Den Knast als Hotel bezeichnen. Doch was soll ich darüber nachdenken. Ich steige schnell ins Auto und fahre mit quietschenden Reifen davon.

Mein Handy klingelt. Ich darf jetzt nicht ran. Ich sehe auf dem Display das es meine Frau ist. Die macht sich bestimmt Sorgen. Eigentlich waren es ja nur 2 Stunden Fahrt, die mir noch fehlten, als ich zuletzt bei „Forever Young“ auf die Uhr geschaut habe. Mit meiner Pause, zweimal wegen Polizei anhalten und der Stau, sind diese zwei Stunden um und so wie es aussieht, wird es noch dauern. Ich komme nicht vom Fleck weg, so empfinde ich es zumindest.

Im Radio läuft eine Talkshow. Der einfühlsame Moderator will da einer Frau helfen, die erzählt das sie große Sorgen hat. Ihr Mann hat erfahren das ihre vier Kinder alle nicht von ihm sind. Nun will er die Scheidung, zahlt nicht für die Kinder und sie weiß nicht, wer die Väter sind. Oh Mann, die Frau hat Sorgen. Der Moderator, welcher sich selber als schwul geoutet hat, weiß doch nicht was in solchen Momenten im Kopf von dem Mann und der Frau los ist. Und der soll ihr Tipps geben? Ich hätte ihr gesagt: „Gute Frau, ihr Mann hat viermal die Hölle erlebt, als er bei der Geburt der vier Kinder zusehen musste. Wenn es nur einmal gewesen wäre, aber gleich viermal? Nein, guter Frau. Er hat sicher ein Trauma. Ich wette das er jedesmal lange keinen Sex haben wollte, aus Angst das irgendwas, was bei der Geburt vergessen wurde, sein bestes Teil beißen könnte. Und nun erfährt er, das er sich die Hölle hätte ersparen können? Sie sind es selber schuld. Das Beste, was sie tun können. Nähen sie sich ihre Liebesmuschel zu und haben sie nie wieder Sex. Sie sind echt eine Gefahr für die Gesellschaft.“ Ja, das hätte ich ihr gesagt. Und was sagt dieser dämliche Moderator? Er meint, er können sie gut verstehen und sein Kollege im Hintergrund würde ihr alle Kontaktdaten geben, damit sie Hilfe bekommt. Im Gespräch kam raus, das sie wohl schon mit 18 Jahren ständig den Kontakt zu Millionären gesucht hatte. Und weil sie jung und knackig war, kam es gut. Doch ihr Ehemann, so sagt sie selber, ist kein Millionär, dafür liebt sie ihn aber. Klasse. So sieht also Liebe aus. Hätte man mir das mal früher gesagt, dann wäre ich auch schwul geworden. Eigentlich könnte ich doch mal da anrufen und den Moderator fragen, ob er wegen solchen Fällen schwul geworden ist.

Fortsetzung folgt

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