Umbau Döppersberg beendet individuellen Einzelhandel

Posted on 17/07/2008 von

1


Der individuell und unabhängige Einzelhandel wird wohl kaum noch eine Chance haben, wenn der Umbau vom Döppersberg (Hauptbahnhof Wuppertal-Elberfeld) abgeschlossen ist. Dies ergab heute eine Sitzung, wo die Verantwortlichen und der Einzelhandel getroffen haben. Die Immobilien werden durch die Stadt an Investoren verkauft, der Tunnel am Döppersberg wird zugeschüttet. Und die Vermietung der neuen Ladenflächen wird Franchisenehmern und Handelsketten vorbehalten sein. Im Klartext bedeutet das, das z.B. die Einzelhändler im Tunnel von Döppersberg schlicht verschwinden. Ob es nun der Kaffee-Mann, die Eisladen, der Friseur, der Kiosk, die Dönerbude oder der Kosmetikladen, Blumenhändler oder der Geschenkartikel-Shop ist. Alles wird verschwinden und durch nationale und internationale Ketten ersetzt. Und andere freie und unabhängige Händler haben angeblich keine Chance.

Nun ist es wirklich nicht schade um den heruntergekommen Tunnel. Doch jede Innenstadt lebt von individuellen Geschäften. Wenn jede Stadt nur noch die gleichen Ketten hat, kann man kaum noch Menschen aus dem Einzugsgebiet der Stadt locken. Warum sollten Bürger von Solingen nach Wuppertal einkaufen kommen, wenn es in Wuppertal auch nur die Ketten gibt, die es auch in Solingen gibt? Die City-Arkaden in ganz Deutschland, die Legostein Filialen von Aldi, Lidl, ATU, McDonald u.s.w. schaffen schon ein einheitliches Bild ohne Individualität in ganz Deutschland. Dies wird offensichtlich auch durch die Stadt Wuppertal weiter gefördert.

Ein weiterer Knaller ist der Name des Investors. Der Investor heißt angeblich Clees. Ein Investor, welcher z.B. für den Umbau der Wicküler Brauerei zur Gewerbefläche Wicküler-Park verantwortlich ist. Der Name fällt aber auch in dunkle Bereiche. So ist z.B. lange durch die Presse gegeistert, das er eine großzügige Unterstützung geleistet hat um beim Wahlkampf des Oberbürgermeisters Kremendahl zu helfen. Der Spendenskandal in Wuppertal ist hier nachlesbar.

Beim geplanten Umbau des Lienhardtplatz in Wuppertal-Vohwinkel ist auch vorläufig gescheitert, nicht weil die Idee des Investors Clees schlecht gewesen wäre. Nein, nach meinem Kenntnisstand wurde das Konzept von der Stadt abgelehnt, weil das Konzept von einem Unternehmen des Herrn Clees gemacht wurde. Das dies nicht immer laut ausgesprochen wird und oft auch andere Gründe vorgeschoben werden, muß nicht unbedingt erwähnt werden. Derzeit gibt es zum Liebhardtplatz noch eine gerichtliche Auseinandersetzung. Was nun am Döppersberg passiert, ein zusätzlicher Knaller.

Advertisements
Posted in: Uncategorized