TV-Format wirrwarr 4:3 und 16:9

Posted on 04/07/2008 von

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Immer mehr Sendungen und immer mehr TV-Sender stellen sich um auf das Breitbildformat 16:9. Für Menschen mit Breitbild-Fernseher ist das eine sinnvolle Entwicklung. Für die Mehrheit, welche noch ein 4:3 PAL TV-Gerät ihr eigenen nennen, sind diese schwarzen Balken wohl eher störend. Auch unprofessionelle und unschöne Übergänge, wenn der TV-Sender von 16:9 auf 4:3 von Sendung zur Werbung umstellt, stören gelegentlich, zumal eine Sekunde vor der Umstellung das Breitbild sich plötzlich in die Höhe zieht und ein dicker Mann plötzlich unglaublich schlank wirkt. Wäre das in der Realität so einfach, wäre es gut. 😉

Diese Übergangszeit kann man allerdings durchaus verkraften. Jedoch führt dies zu völlig absurde Ereignisse. So gesehen, letzten Samstag im WDR. Dort wurde eine lange „Was liest Du?“ Nacht mit Jürgen von der Lippe gezeigt. Diese Sendung wurde vollständig im 16:9 Format gezeigt. Sprich, es waren bei „normalen“ Fernsehern oberhalb und unterhalb vom Bild entsprechende schwarze Balken zu sehen. Doch da die meisten Sendungen von „Was liest Du?“ im 4:3 Format vorlagen, hat der WDR bei diesen Sendungen zusätzlich links und recht vom Bild rote Balken eingebaut, damit in der 16:9 Ausstrahlung keine Verzerrungen zu sehen sind. So hatte ich bei meinem ca. 55 cm Fernseher quasi einen ca. 35 cm Fernseher, weil oben wie unten ein schwarzer Balken sowie links und recht rote Balken gezeigt wurden. Ich habe also mit meinem 4:3 Fernseher ein dick eingerahmtes Fernsehbild gesehen.

Die Breitbild-Zuschauer haben wahrlich nur die roten Balken an den Seiten zu sehen bekommen. Aer auch für die dürfte es nicht sonderlich schön gewesen sein, weil die roten Balken kräftig ablenkend wirkten.

Gut, bei „Was liest Du?“ wird komische Literatur gelesen und man wird bestens unterhalten, besonders als Jürgen von der Lippe auf Harald Schmidt traf und bei der Sendung kann man auch das Bild abschalten und einfach nur hören. Dennoch, das hin und her und die absurden Folgen daraus sind schon verdammt nervig.

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