Aktuelle Kinofilme ohne Tauschbörsen kostenlos sehen – z.B. G-Stream

Posted on 22/06/2008 von

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Meine Erkundungstouren im Web haben immer ein Ziel. Sehen was gibt, was möglich ist und für mich praktische Dinge finden. Auch in den Grauzonen und im Untergrund wird da natürlich geguckt. Allerdings mit höchsten Sicherheitseinstellungen und Anti- Viren, Malware und Trojaner Software sowie PopUp-Blocker und Firewall.

Und nachdem ich von Streamload berichtet hatte, waren plötzlich ein paar Kopien des Originals weg. Ich gehe davon aus, das beide Ereignisse nicht im Zusammenhang stehen. Dafür hat sich bei den Nachforschungen ein Eldorado eröffnet.

Auf Seiten wie G-Stream gibt es aktuelle Filme wie „Iron Man“ oder „Nie wieder Sex mit der Ex“ oder „Sex and the City – The Movie“. Alles, was das Herz der Filmliebhaber begehrt. Die Qualität ist sehr unterschiedlich. Klar, es können von der Leinwand abgefilmte Filme sein oder DVD-Versionen, wo die deutsche Tonspur aus dem Kino stammt. Oder eben 100% DVD-Qualität in Ton und Bild. Manche Filme haben gar den Hinweis im Bild „DVD nur für Promotionzwecken, Kein Verkauf erlaubt“ So oder ähnlich lautet der Text. Was natürlich lustig ist, weil verkauft wurde die Kopie nicht, aber…. 😉 Auch die Mittel, die verwendet werden, werden besser. Gucken als Stream per Flash (wie man es von YouTube kennt) oder neuerdings sehe ich auch immer häufiger DivX-Streams. Schön ist es, weil diese DivX-Streams ein deutlich besseres Bild liefern und mit dem einen oder anderen Handgriff, ist auch ein (eigentlich ungewollter) Download möglich, ohne Tauschbörse. Wodurch der Download natürlich in einer unglaublichen Geschwindigkeit möglich ist. Und bei allen, die ich gesehen habe, ist sogar Vollbild möglich mit toller Qualität (besonders mit DivX-WebPlayer).

Gucken ist zwar nicht legal, aber wird rechtlich nicht verfolgt. Gleiches gilt für den Download. Illegal ist es, das rechtlich geschütztes Material ohne Erlaubnis des Rechteinhabers verbreitet werden, sowie die Beihilfe (z.B. Links setzen) kann sehr teuer werden und natürlich strafbar. Das ist auch der Grund, warum ich keine Links setze. Aus rechtlich aber auch aus moralischen Gründen. Auch wenn der moralische Grund etwas unglaubwürdig erscheinen mag.

Mit den Film einstellen und Seitenaufbau machen manche Betreiber grobe Fehler und werden erwischt. Die Internetseiten werden überwiegend auf irgendwelchen Inselstaaten gelagert und die Internetadresse (häufig ist die Endung .in zu finden) wird mit gefälschten Daten bestellt. Die Betreiber solcher Seiten und die Leute, welche die Filme einstellen, verschlüsseln und tarnen sich, wo es nur geht. Klar, eine ganz große globale Industrie ist auf der Jagd. Nur die Gier der Seitenbetreiber erzeugt massive Fehler.

Um diese Seiten bekannt zu machen, gehen die Seitenbetreiber her und nehmen an TopListen, Bannertausch u.s.w. Teil und bauen Partnerschaften auf. Sofern man aufpasst, kein Problem. Aber es wird auch kommerziell. Massenhaft Werbung ist zu finden, für die diese Seitenbetreiber Geld bekommen. Im Bereich Erotik nicht ungewöhnlich und nicht unbedingt verräterisch. Doch wenn dann plötzlich für O2 oder Strato geworben wird und offensichtlich deutsche PartnerProgramm-Portale dahinter stecken, sollte es ein Leichtes sein, diese illegalen Seitenbetreiber zu erwischen. Hinter jeden Partner-Link steckt eine Id, welche dem Partner zugeordnet ist um eine Abrechnung zu ermöglichen. Jeder Partner muß Bankdaten angeben, welche durchaus auch hier und da auf Richtigkeit kontrolliert werden (z.B. Google AdSense). Sofern ein deutsches Bankkonto nötig ist, werden auch alle Angaben (Adresse, wahre Identität der Person) durch die zuständige Bankfiliale kontrolliert. Und schon kann man sehr schnell an die Straftäter kommen. Ein richterlicher Beschluß sollte eine Kleinigkeit sein, weil die Straftat zu offensichtlich ist. Klar, mit genug Wissen und krimineller Energie kann sich auch Zugang zu Bankkonten fremder Menschen erschleichen und da das Werbegeld einzahlen lassen und es sich dann von dort auf ein anderes Konto u.s.w. Allerdings hinterlässt auch dies Spuren.

Und so stelle ich immer wieder fest das Seitenbetreiber, die die Player mit den Kinofilmen im Web einstellen, auch schnell wieder verschwunden sind. Ganz plötzlich.

Doch die Videos lagern oft nicht bei den Seitenbetreibern. Die Seitenbetreiber verlinken ja nur, um es mal noch harmlos auszudrücken, und stellen die Player (vergleichbar mit den von YouTube) auf die Seite. Das eigentliche Material liegt auf gigantischen Servern. Meist bei Videoportalen, welche unbegrenzten Upload und zeitlich uneingeschränkte Videos erlauben. Manche dieser Videoportale achten darauf, das die illegal eingestellten Videos gelöscht werden. Das klappt auch, aber nicht immer. Wenn man Szene-Typische Mittel verwendet, ist eine automatische Kontrolle schwierig. Da kann der Film „Cars“ auch mal „srac“ heißen. Oder der Film „Nie wieder Sex mit der Ex“ kann „sexex“ heißen. Und nicht selten beschleicht mich der Verdacht, das einige Videoportale sowas einfach dulden, weil es Besucher gibt und damit auch Kohle.

Für uns normale User sind die Möglichkeiten, Film und Musik zu gucken und zu hören, einfach unbegrenzt und kostenlos. Moralisch durchaus verwerflich und illegal sowieso. Selbst wenn ich als User strafrechtlich für gucken nicht belangt werde, so unterstütze ich mit meiner Tat den Untergrund und helfe damit, anderen zu schaden. Das sollte man niemals vergessen. Und was die Jungs im Untergrund mit dem so illegal erworbenen Werbegeldern machen, weiß man ja auch nicht. Sind es Einkünfte für Film-Freaks oder werden damit Terrorzellen finanziert? Eben, da ist das Problem. Man weiß es nicht. Und letztlich muß der PC bei manchen Seiten im Untergrund extrem gut gesichert sein und am besten zusätzlich ADBlocker besitzen, weil neben möglichen Angriffen, meist auch noch unglaublich viel Werbung eingeblendet wird, so das manchmal der Film-Link nicht auf anhieb erkannt wird.

Doch eines ist klar. Tauschbörsen waren gestern. Die Downloadzeit ist viel zu lange. Wer Tauschbörsen nutzt, handelt nicht nur illegal, sondern wird strafrechtlich verfolgt, weil er bei der Verbreitung von illegalen Material automatisch hilft. Und die Sicherheit bei den Tauschbörsen sinkt auch zunehmend, weil viele Clients nicht mehr weiterentwickelt werden.

Doch auch wenn Musik- und Filmindustrie es schaffen sollten, die Tauschbörsen zu zerstören. Eines bleibt immer gleich. Der Igel war wieder schneller und hat Alternativen geschaffen.

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