BigBrother Casting – Der fette Fragebogen

Posted on 18/06/2008 von

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Tja, ich bin neugierig und hab mir mal gedacht, schau Dir mal den Bewerbungsbogen von BigBrother an. Ihr wisst schon, der TV-Knast für Selbstdarsteller und Arbeitslose. Erstmal ist der Bogen 15 Seiten stark. Unglaublich. Was fragen die da nur auf 15 Seiten? Am Anfang ist es noch harmlos. Standard-Dinge wie man heißen würde, wo man wohnt, ob man Kinder hat u.s.w. Dann geht es um den Job. Am Ende Seite 2 wird es schon heftiger. Da steht, ob man Schulden hat und wenn ja, wie hoch und warum? Schluck! Was wollen die mit der Information? Was geht es Endemol eigentlich an, ob seine Teilnehmer Schulden haben?

Und dann geht es auch direkt weiter. Die wollen wissen ob man einen Offenbarungseid geleistet hat, ob man Vorstrafen besitzt, ob Ermittlungen gegen einen geführt werden und ob man überhaupt Ersparnisse hat und woher die kommen.

Und wenn man da schon fleißig geantwortet hat, geht es gleich noch mit einer Belehrung weiter. Wenn man Kandidat werden will, muß man z.B. Polizeiliches Führungszeugnis,
psychologisches Gutachten, SCHUFA-Auskunft, medizinische Tests inklusive HIVTest u.s.w. beibringen.

Danach wird es wieder harmlos. Instrumente spielen? Kannste kochen? u.s.w. Und direkt danach kommt auch die sexuelle Neigung. Hallo? Wenn das bei BigBrother wichtig ist, also dann weiß ich es nicht. Und neben dem ob man nun hetero oder homo ist, kommen dann auch noch die Fragen zu sexuellen Vorlieben u.s.w.

Und nebenbei sei hier angemerkt, ich bin erst auf Seite 4 von 15. Ab jetzt kommen viele sehr persönliche Fragen über Dinge, die man gut für die Show verwenden kann. Die wollen z.B. wissen wovor ich mich ekel. Schlau ist, wenn ich Gummibärchen sage, weil wenn die mich quälen wollen….. 😉

Spaß bei Seite. Auf Seite 7 geht es dann auch direkt wieder fett ins eingemachte. Frage:

Hätten Sie ein Problem damit, Ihren Körper im TV nackt zu zeigen?
 Ja  Nein
Sind Sie käuflich?  Ja  Nein  Kommt auf den Preis an!

Also anders gefragt: Bin ich bereit, eine Mediennutte zu sein?

Danach folgen viele Fragen zu Krankheiten, Erfahrung mit Kameras, was man sich von „BigBrother“ verspricht u.s.w. Mit Seite 13 ist dann auch alles erledigt. Danach noch zwei Seiten wegen Datenschutz,. Einverständniss-Erklärung u.s.w. Und Ende.

Es ist schon sehr heftig, was Endemol alles wissen will von seinen potenziellen Kandidaten. Und wenn ich mir dann noch vorstelle, das evtl. alles in den Medien präsentiert wird, wenn man tatsächlich angenommen werden sollte. Und noch besser, hat man unangenehme Dinge, die nicht unbedingt an die Öffentlichkeit sollen, so kann „BigBrother“ Endemol doch einen prima erpressen.

Aber schaut Euch hier den Bogen mal selber an.

Danke, der Bewerbungsbogen war aufschlußreich genug. Ich verzichte, davon abgesehen das ich eh nicht wirklich in den TV-Knast gehen will.

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