Meinung: Sinkende Arbeitslosigkeit – steigende Angst

Posted on 02/06/2008 von

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Die Nachrichtenagentur dpa meldet, das eine repräsentativen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der „Stuttgarter Zeitung“ aufzeigt, wie stark wir in Deutschland Angst haben. Trotz sinkender Arbeitslosenzahlen, sehen die Deutschen auf sich persönlich bezogen, eine schlechte Zukunft für sich und die eigenen Kinder. Darum stimmen 78% der Bürger der Meinung der CSU zu, das die Steuern gesenkt werden. Sozialabgaben senken? 48% dafür und 48% dagegen. Soweit die Meldung.

[meinung] Zum einen ist Deutschland sehr bekannt für seine pessimistische Art. Man sieht sich selber imm deutlich schlechter, als man vom Ausland wahrgenommen wird. Selbstbewusstsein wurde während der Fussball-WM 2006 gerne deutlich gezeigt, ist aber danach auch wieder schnell verflogen. Trotzdem ist da was dran, das man Angst haben muß. Wenn man einen Job hat, wird man diesen heute deutlich schneller los, als man diesen bekommen hat. Das war mal anders. Schreckensmeldungen wie Nokia, wo trotz dicken Gewinnen, ein Werk in Bochum geschlossen wurde, stärken die Ängste. Positive Meldungen gehen dagegen schnell unter. Auch die Globalisierung (z.B. Nokia, China u.s.w.) schafft große Ängste. Und viele Unternehmen nutzen dies aus. Frei nach dem Motto: „Wenn ihr nicht so wollt wie wir, dann gehen wir in ein anderes Land.“ Und selbst wenn man Arbeit hat, so sind die Löhne heute nicht mehr so wie früher, zumindest im Verhältnis zu den Ausgaben. Dafür kommen ständig neue Schreckensmeldungen über steigende Preise. Dabei ist nicht nur Benzin gemeint. Letztes Jahr wurden schlagartig viele Lebensmittel deutlich teurer. Wenn die Milchbauern sich durchsetzen, wird der Handel auch dies nutzen um bei Milchprodukten kräftig an der Preisschraube zu drehen. Und der Armutsbericht der Regierung zeigt auch auf, das praktisch jeder vierte Bürger arm ist. Im Gegensatz zu den USA, haben wir in Deutschland leider nicht die Einstellung „Wir schaffen das schon.“ Wir heulen den verlorenen Dingen hinterher und zeigen uns oft nicht sonderlich flexibel. Und so ist die Umfrage, die ich hier erwähnte, auch keine große Überraschung.

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Posted in: Wirtschaft