"Niels Ruf Show" und das Problem der "Late-Night-Shows"

Posted on 21/05/2008 von

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Als RTL „Achtung Hartwig“ gestartet hat, war das eine Comedy-Show, die so gemacht war wie die bekannten „Late-Night-Shows“. Eigentlich genial, oft bösartig und hoher Unterhaltungswert. Doch RTL wurde damit nicht glücklich und verschob die Sendung auf Samstag in die Nacht hinein. Sat.1 machte ähnliche Erfahrungen. Die „Niels Ruf Show“ ist bösartig gut und hat einen Macho „Niels Ruf“ als Moderator, dem nichts heilig ist, nicht einmal seine eigenen Gäste. Und auch Sat.1 ist nicht glücklich über die extrem schlechten Quoten und so wird die Sendung auf Freitag Nacht um 0:15 Uhr verschoben.

Und dabei ist die „Niels Ruf Show“ schon mit drei Staffeln im PayTV „Sat.1 comedy“ gewesen und hat eine Fangemeinde. Aber eben nur eine kleine PayTV Fan-Gemeinde. Dort war die Sendung auf dem besten Sendeplatz. Freitag um 20:15 Uhr gab es die Sendung mit ständigen Wiederholungen in der Woche darauf.

Scheinbar kommt das „Late-Night“-Format in Deutschland nicht gut an. Das merkt auch Stefan Raab mit „TV-Total“, wo die Quoten alles andere als gut sind. Selbst Harald Schmidt mußte damals bei Sat.1 mit seiner „Late-Night“ schlechte Quoten einfahren, doch er konnte immerhin ein sehr spezielles Publikum ansprechen, was dem Image von Sat.1 gut getan hat. Was man von „Ankes Late Night“ nicht behaupten kann. Auch als Thomas Gottschalk, welcher auf RTL die erste „Late-Night-Show“ in Deutschland zeigte, hatte unter schlechten Quoten gelitten.

Stellt sich nur die Frage, warum das Format in Deutschland einfach nicht wirklich funktioniert. Ich meine ein unterhaltsamer Rückblick auf den Tag mit bitterbösen Sprüchen, lustigen Einspielern und Talk-Gäste, die gerne ihr Fett abbekommen, ist doch eigentlich immer sehenswert.

Und Harald Schmidt wie auch Niels Ruf sind die besten Vertreter des Formats. Zu intelligent sind die Formate nicht. Schlecht umgesetzt sind diese auch nicht. Es ist einfach eine gute Unterhaltung.

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