Gedanken eines Bloggers

Posted on 17/05/2008 von

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Ich sehe das sich mein Blog nach über zwei Jahren, langsam aber sich in die Richtung des erfolgreichsten Projekts entwickelt, was ich bisher hatte. Das Vertrauen meiner Leser ist hoch. Die Informationsdichte wächst bei mir extrem. Die Vielfalt bei mir ist unglaublich groß geworden, was auch die Menge der Rubriken zeigt. Und gerade weil mein Blog sich in den letzten gut 12 Monaten sehr stark verändert hat, hinterfrage ich mich ständig. Würde man meinen Blog vermissen, wenn ich einfach aufhören würde? Was würde mir fehlen, wenn ich aufhöre? Und ist der Weg, den ich mit meinem Blog gehe, wirklich richtig? Also vermissen würde mich niemand, weil eine nennenswerte Lücke dürfte ich kaum hinterlassen. Dafür ist das, was ich hier mache, schlicht austauschbar. So real muß ich es wohl sehen. Aber mir persönlich würde viel fehlen. Immerhin ist mein Blog auch ein Weg, der Welt da draußen die Dinge zu zeigen, die mich beschäftigen. Ich kann mich präsentieren und habe über den Blog zu vielen Menschen Kontakt gefunden. Solche Dinge binden mich sehr an meinen Blog. Es ist nicht das, was ich schreibe, sondern das Feedback, was kommt. Der Zuspruch und das ich wahrgenommen werde.

In vielen Dingen bin ich nicht sonderlich erfolgreich, was viele Gründe hat. Und viele Träume von mir sind noch immer nicht real geworden. Doch über das Internet und über meinen Blog fühle ich mich sehr wohl, weil ich von der Gesellschaft wahrgenommen werde. Und wenn jemand sagt, das Blogger alles Selbstdarsteller sind, so muß ich dem wohl auf mich bezogen auch mit gewissen Einschränkungen recht geben. Ich zeige sehr offen, was mich bewegt und durch meine subjektive Art stelle ich mich auch selber dar. Ja, irgendwie ein Selbstdarsteller. Doch mir geht es dabei gut und ich finde, daran ist auch nichts schlimmes. Wer sowas nicht ertragen kann, besucht mich einfach nicht. 😉

Irgendwann hab ich mal gesagt, das ich mich persönlich und mein Privatleben aus dem Blog ziehe. Zwar habe ich es inzwischen gelassen, über mein Privatleben zuviel zu erzählen, aber ich sehe und spüre auch, das sehr viel persönliches Zeug von mir im Blog zu sehen ist. Jeder subjektive Eindruck ist doch etwas persönliches von mir. Und jeder Scherz deutet daraufhin, was ich denke. Selbst über das, was ich berichte, ist persönlich, weil was mich bewegt, wird auch geschrieben. Was mir egal ist, findet man im Blog auch nicht.

Und so mache ich weiter, weil mein Blog mich persönlich bereichert. Und ich sehe auch, das es einige Menschen gibt, die das für wichtig halten, was ich hier mache. Vielleicht bin ich doch nicht so austauschbar, wie ich eingangs sagte. Immerhin bin ich eine nicht austauschbare Persönlichkeit.

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Posted in: LM Times intern