Lohnt sich ein PrePaid Handy überhaupt?

Posted on 16/05/2008 von

0


Dieser Artikel spielt mal mit Gedanken, warum sich heute ein PrePaid-Handy lohnt. Dabei berücksichtige ich keine Business-Anwender sondern eher den normalen und privaten Menschen. Da es inzwischen mehr Handys gibt als Bürger in unserem Land, ist doch zu überlegen, wozu man eigentlich einen komplizierten Vertrag mit komplizierter Tarfistruktur braucht. Als Tchibo das erste wirklich einfache Tarfimodell mit PrePaid gestartet hat, wurde aus dem lange tot geglaubten PrePaid-Handy wieder eine unglaubliche Wiedergeburt gestartet. Das geht sogar soweit, das es sogar Telefon-FlatRates gibt, welche auf PrePaid-Basis laufen und jederzeit kündbar sind.

PrePaid hat viele Vorteile, welche ein normaler Vertrag nicht bietet. Dazu gehört, das man wirklich nur für die Menge der Telefonate bezahlt, die man auch wirklich geführt hat. Komplizierte Verträge mit Inklusiv-Minuten welche dann auch nur für bestimmte Netze gelten, gibt es bei PrePaid nicht. AUch sowas wie Mindestumsatz sucht man bei PrePaid vergebens. Selbst sowas wie eine Grundgebühr bleibt auf der Strecke, wenn man PrePaid nutzt. Und eine hohe Verschuldung kann nicht entstehen, weil man bei PrePaid nur soviel telefonieren kann, wie man es aufgeladen hat.

Das sind klare Argumente, welche das Vertragshandy grundsätzlich schlagen. Einfach, weil es einfach einfach ist. So hat es Simyo auf den Punkt gebracht vor gut drei Jahren. Und wo es einfach ist, sucht man den Haken. Und so kommen auch Vorurteile auf, das z.B. PrePaid sehr teuer im Minutenpreis ist. Früher war es in der Tat so. PrePaid war vor gut 10 Jahren sehr teuer und galt eher als Einsteiger-Droge um damit die Kunden zu Vertragskunden zu machen mit Tarif u.s.w.

Heute gilt, das i.d.R. PrePaid deutlich billiger sein kann als ein Vertrag. Alleine schon weil keine Grundgebühr da ist, die auch anfällt, wenn man nicht telefoniert. Auch kein Mindestumsatz verfällt und auch Inklusiv-Minuten können nicht verfallen. Der einfache Minutenpreis macht die Sache sogar noch einfacher. Egal wann und wohin man telefoniert, man zahlt heute i.d.R. um die 9-10 Cent je Minute ohne Grundgebühr. Da kann EPlus mit seinen Zehnsation-Verträgen auch nicht mithalten, zumal Eplus auch noch 10 Euro Grundgebühr im Monat zusätzlich hat.

Und wenn man viele Freunde hat, die ebenfalls den gleichen PrePaid-Anbieter nutzen, gehen solche Netzinternen-Gespräche auf bis zu 3 Cent/Minute runter. Das soll mal ein Handyvertrag mithalten können.

PrePaid heißt Guthaben aufladen! Wer PrePaid nutzt, zahlt Guthaben beim Provider ein. Das kann per Aufladekarte erfolgen, die man im Geschäft kauft oder per Überweisung, Abbuchung oder gar per Dauerauftrag bei der Bank. Nur soviel, wie ma auflädt, kann man auch abtelefonieren. In Ballungsgebieten kann man sogar von manchen Anbietern Aufladekarten kaufen per Automat, der in der Stadt wie ein Zigaretten-Automat aufgestellt ist. Doch die Möglichkeiten sind von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich.

FlatRate oder ohne FlatRate? Die meisten Handy-Flatrates mit Vertrag kosten bis zu 25 Euro und gelten nur für Gespräche innerhalb des entsprechenden Netzes und Festnetz. Dafür hat man eine Vertragsbindung von i.d.R. 2 Jahren. Will man eine FlatRate die für alle Handy-Netze und Festnetz in Deutschland gilt, kann es auch 50-90 Euro durchaus werden. Bei PrePaid liegt der FlatRate-Preis bei ca. 15 Euro. Damit ist Festnetz und das interne Netz abgedeckt. Dafür geht man i.d.R. keine vertragliche Bindung ein, die auf mehrere Jahre verpflichtet. Meist wird der FlatRate-Tarif vom PrePaid-Guthaben abgebucht und wenn kein Guthaben da ist, gibt es auch keine FlatRate mehr. Man muß den Tarif nicht jeden Monat nutzen, sondern ist i.d.R. jederzeit kündbar. Warum also eine Vertragsbindung, wenn es per PrePaid billiger geht?

Ist PrePaid wirklich billiger?
Natürlich liegt es am jeweiligen Benutzerverhalten, ob PrePaid wirklich billiger ist. Doch meistens konnte ich feststellen das Vertragskunden glauben, das deren Vertrag billiger ist als PrePaid. Das liegt einfach auch daran das die Verträge oft sehr undurchsichtig sind und die Kunden so (vom Provider gewollt) nicht merken das die eigentlich zuviel zahlen. Die Verträge kosten oft auch deshalb mehr, weil mit dem Vertrag ein aktuelles und gutes Handy subventioniert wird, was über den Vertrag wieder reingeholt werden muß.

Kein Handy inklusive bei PrePaid?
In der Regel gibt es zum PrePaid kein aktuelles Handy dazu, was subventioniert wird. Das ist nicht weiter schlimm, wenn man kein top aktuelles Handy braucht, sondern das alte ausreicht. Und wenn man wirklich ein neues Handy braucht, bekommt man alte wie auch ganz aktuelle Modelle dennoch beim PrePaid Anbieter (oder zur Not auch Ebay). Die Subvention fällt oft weg oder ist nur gering. Wenn man ein Handy vom PrePaid Anbieter in irgendeine Art subventioniert wird, ist i.d.R. ein SimLock drin, damit man das gekaufte Handy auch nur mit dem Anbieter nutzen kann. In diversen Geschäften (real z.B.) kann man heute aber auch recht günstig vertragsfreie und SIM-Lock-Freie Handys für relativ gute Preise kaufen, die allen SchnickSchnack wie MP3-Player u.s.w. drin haben. Es ist nicht selten das man für ein gutes Gerät nur 50-60 Euro zahlen muß. Wenn man aber per PrePaid in zwei Jahren locker 120-240 Euro sparen kann im Vergleich zu einem Vertrag von 2 Jahren, dann sollten selbst die 50-60 Euro nicht stören.

Noch ein Vorteil von PrePaid:
Alle, die mal irgendwie bei der Schufa aufgefallen sind, weil Rechnungen nicht beglichen werden oder weil man einen Kredit hat, könnte es evtl. ein Problem geben, einen Handy-Vertrag zu bekommen. Bei PrePaid gibt es keine Probleme wegen der Schufa. Ein PrePaid bekommt heute eigentlich jeder, egal wie hoch verschuldet oder überschuldet man ist. Ein klarer Vorteil für die Menschen, die finanziell doch ständig Probleme haben.

Wann lohnt ein Handy-Vertrag?
Das kann ich wirklich nicht pauschal beantworten. Das liegt einfach daran das jeder Nutzer einen unterschiedlichen Bedarf hat. Gerade wenn man mit dem Handy viel im Internet surfen sollte oder auf Dinge wie eine UMTS-Flatrate (schnelles Internet pper Handy) wert legt, wird es schnell kompliziert. Doch was alles innerhalb von einer Vertragslaufzeit von 2 Jahren passieren kann. Am Anfang scheint es oft, das der aktuelle Tarif für einen Ideal ist und 6-12 Monate später stellt man fest, der Tarif ist viel zu teuer für das, wie man sein Handy nutzt. Man schätzt sich oft selber falsch ein. Den Vertrag in einen günstigeren Tarif zu verwandeln ist entweder nicht möglich oder mit hohen Hürden zu meistern oder man muß für einen günstigeren Tarif auch noch eine Umstellungsgebühr zahlen. Seltens ist der sogenannte Downgrad einfach und kostenlos möglich. Kein Wunder, oft hängt die Höhe der Handy-Subvention auch vom gewählten Tarif ab. Bei einen PrePaid ist man für zu hohen Kosten schnell sicher, weil man nur soviel zahlt, wie man es auch nutzt. Pauschal zu sagen, wann ein Handy-Vertrag lohnt, ist insgesamt nur schwer möglich. Und sollte es mal einen günstigeren PrePaid-Anbieter geben oder man braucht sofort eine neue Handy-Nummer, kann man es quasi auch sofort machen. Nur die alte Rufnummer auf einen neuen Anbieter übertragen ist bei PrePaid nicht wirklich einfach.

Fazit: PrePaid einfach ausprobieren, wenn es in erster Linie nur ums telefonieren und SMS bzw. MMS-Schreiben geht. Das kann man ja neben dem bestehenden Vertrag ausprobieren, weil wie gesagt, man zahlt nur soviel, wie man auch nutzt. Und wenn man nach 2 Monaten merkt, das PrePaid doch zu teuer ist, legt man die Karte eben wieder weg. Das Risiko ist also sehr überschaubar.

Werbepartner-Hinweis: Ein PrePaid-Anbieter ist Simyo, welcher auch bei mir Werbepartner ist. Es sei jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen das der Artikel neutral gegenüber allen PrePaid-Anbietern ist und der Werbepartner keinen Einfluß auf den Artikel hat.

Offizieller Werbepartner von MoehBlog.de

simyo - Deutschlands erster Mobilfunk-Discounter

Advertisements
Posted in: PC & Co.