David Hasselhoff Fan – Ich stehe dazu

Posted on 10/05/2008 von

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Tja, mir hat man gesagt, man kenne jetzt meine finstere Seite, als ich erzählte das ich David Hasselhoff Fan war. Irgendwie schon lustig. Heute schmunzel ich schon darüber, wenn ich überlege das ich ausgerechnet bei David Hasselhoff ein fanatischer Fan war, aber ich stehe dazu und trage es doch irgendwie mit Stolz, zumal ich nur einmal ein so extremer Fan von etwas war.

In meiner Jugendzeit hatte ich knapp 60 Poster von David Hasselhoff im Zimmer hängen und dann noch den Bravo-Starschnitt, welcher nicht Lebensgroß war, weil 6 cm fehlten. Dazu noch Knight Rider Bettwäsche (hab ich heute noch, aber nur im Schrank). Dazu ein Knight Rider Fanbuch, 5 Knight Rider Romane, alle Hörspielkasetten von Knight Rider. Dazu noch ein Kuschelkissen, dicke Ordner voll mit Artikeln und Bildern (auch das kleinste Bild in der TV-Zeitung war dabei). Alle möglichen Musik-CDs, wobei mir „Crazy for you“ und „Looking for Freedom“ am besten gefallen hat. Auf meinen damaligen C16 (Vorläufer vom C64, ein Computer) hab ich gar das Cockpit von Kit nachgebaut. Der konnte sogar per Textausgabe mit mir sprechen und mit einem umgebauten Joystick war er sogar interaktiv als Alarmanalage tätig. Ja, ich programmiere seit ich 11 Jahre bin. Und ich hatte noch viel mehr. Ich war verrückt.

Und als dann 8 Fans für eine „Wetten dass…?“-Show gesucht wurden, die mit David auf der Bühne stehen, hab ich mich direkt beworben. Ich mußte nur sagen, warum ich dabei sein wollte. Antwort: „Ich bin ein Fan“. Das hab ich dann aber ausführlich auf 2 DINA 4 Seiten erklärt und das mit meiner saubersten und kleinsten Handschrift. Es hat nur nix geholfen und ich war sehr enttäuscht.

Ich weiß es nicht, aber ich glaube das meine Eltern schon beruhigt waren das ich ein Fan von David Hasselhoff war. Immerhin hatte er damals ein sauberes Image. Eine normale Familie, Musik die man als US-Schlager bezeichnen könnte und ein Serien-Held, der für Ordnung und Gerechtigkeit steht, welcher möglichst gewaltfrei Konflikte lösen wollte und sehr einfühlsam und mit Respekt mit Frauen umgeht.

Wenn ich so sehe, was aus ihm heute geworden ist, macht mich das schon sehr betroffen. Mein damaliges Vorbild ist so runter, das es schon sehr traurig ist. Trotzdem würde ich ihn heute noch sehr gerne kennenlernen. Den Traum habe ich trotzdem noch. Einfach weil ich den Mann mit meiner Jugend verbinde.

Als ich dann irgendwann Techno für mich gefunden hatte und Culture Beat als Einstieg hörte, errinnere ich mich an die Worte meines Vaters, als ich den Song mit Andreas hörte: „Bist Du jetzt auch einer, der diese Bala bala Musik hört?“. Ein wenig grinsen muß ich heute schon, zumal dies aus heutiger Sicht doch eher harmlos ist. Ich denke da an die Porno-Rapper von heute und sowas wie „Arschficksong“. Sogesehen war ich schon ein fast zu braves Kind, oder? Aber das stimmt nur im Bezug auf Musik. 😉

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