Kritik: SciFi "so gut wie tot" bzw. "Dead like me"

Posted on 02/04/2008 von

5


sogutwietot.jpgWie absurd ein der Tod sein kann, zeigt die Serie „So gut wie tot“ schon direkt am Anfang. Ein Mädchen von 18 Jahren wird getötet durch einen Klodeckel, welcher die Raumstation MIR verloren hat. Klingt absurd, wirkt albern, aber die Serie ist das eben nicht. Der Sender SciFi zeigt seit dem 1.April.2008 die Serie in einer deutschen Erstausstrahlung und der schwarze Humor sowie die ungewöhnliche Story ist so interessant, das ich darüber eine Kritik schreibe.

Im Kern der Serie geht es um Georgia „George“ Lass, die ihre Schule abgebrochen hat, um bei einer Zeitarbeitsfirma etwas Geld zu verdienen. Sie hasst ihr Leben, weil sie von der Affaire ihres Vaters weiß und ihre Mutter kann sie eh nicht leiden. In der ersten Mittagspause wird sie dann getötet durch einen Klodeckel, welche die Raumstation MIR verloren hat. Doch George stirbt nicht richtig. Sie ist ein Zwischending. Sie lebt nun als Seelensammler auf der Erde. Nur blöd das sie die Abteilung „äußere Einwirkung“ unterstellt ist. Also Mord, Unfälle, abstürzende Klaviere, Selbstmord u.s.w. Wenn jemand stirbt, muß sie dafür sorgen das die Seele auf die letzte richtige Reise geschickt wird.

Wie schwarz der Humor ist, zeigt auch der erste Auftrag, wo sie nur die Uhrzeit und den Namen kennt. Dumm nur das in der Bank gleich mehrere Menschen in Frage kommen. Und so macht sie eine Wette mit ihrem Kollegen. Sie wettet, das der Tod mit einer Bananenschale zusammenhängt. In Frage kommt ein Bänker, der im Safe seine Frau betrügt, ein planloser vertrottelter Bankräuber, der Filialleiter der Bank u.s.w.

Die Serie kommt unheimlich trocken daher. Es wirkt so harmlos und im Dialog so hart wie die Serie „The six feet under“. Aber die Dialoge sind in „so gut wie tot“ noch deutlich herber. Während der Klodeckel der MIR sehr albern wirkt, so trocken und hart ist die Serie selber. Wer den Humor mag, der noch schwärzer als schwarz ist, der ist bei „so gut wie tot“ absolut richtig. Und nebenbei, überzeugen die Schauspieler in ihrer Leistung. Eine sehr spezielle Serie für einen sehr speziellen Geschmack. Nix für die Masse.

Bisher gibt es zwei Staffeln mit insgesamt 30 Folgen (Pilotfilm in zwei Teile zerlegt)

Sendezeit: Mo – Fr. 18.35 Uhr auf SciFi (PayTV)

Weitere Infos zu „so gut wie tot“ für Fans

Die Darsteller sind:
Ellen Muth (Georgia ‚George‘ Lass), Callum Blue (Mason), Jasmine Guy (Roxy Harvey), Mandy Patinkin (Rube Sofer), Britt McKillip (Reggie Lass), Christine Willes (Delores Herbig), Cynthia Stevenson (Joy Lass), Laura Harris (Daisy Adair), Greg Kean (Clancy Lass), Rebecca Gayheart (Betty Rhomer), Meghan Black (Misty), Eric McCormack (Ray Summers)

Alle Folgen im Überblick (mit vorläufigen Sendezeiten):
Die Erstausstrahlung ist immer um 18:35 Uhr auf dem Sender SciFi

01.04.08 Pilotfilm (1.1 Doppelfolge um 22:00 Uhr)
02.04.08 Neue Erkenntnis (1.2)
03.04.08 Nochmal zurück (1.3)
04.04.08 Seelen retten (1.4)
07.04.08 Das Sammelalbum (1.5)
08.04.08 Mein Zimmer (1.6)
09.04.08 Ganz normal verrückt (1.7)
10.04.08 Rezept eines Toten (1.8)
11.04.08 Eine neue Freundin (1.9)
14.04.08 Unerledigte Dinge (1.10)
15.04.08 Jobwechsel (1.11)
16.04.08 Nachtschwärmer (1.12)
17.04.08 Ferien (1.13)
18.04.08 Es ist dein Tag (1.14)
21.04.08 Was soll der ganze Zirkus? (2.1)
22.04.08 Ausgewogenheit (2.2)
23.04.08 Geistergeschichten (2.3)
24.04.08 Unter der Oberfläche (2.4)
25.04.08 Beeilung (2.5)
28.04.08 Die Qual der Wahl (2.6)
29.04.08 Rituale (2.7)
30.04.08 Willkommen im Club (2.8)
01.05.08 Herzflimmern (2.9)
02.05.08 Nicht loslassen (2.10)
05.05.08 Asche zu Asche (2.11)
06.05.08 Vergiss mich nicht (2.12)
07.05.08 Der letzte Tag auf Erden (2.13)
08.05.08 Abschied nehmen (2.14)
09.05.08 Rückkehr der Geister (2.15)

Die Probleme der Seelensammler entsprechend der Serie „so gut wie tot“:
Man kann die Seelensammler als ehrenamtliche Helfer betrachten. Das ist deshalb so, weil diese die gleichen Probleme wie normale Menschen haben. Die müssen nebenbei arbeiten und Geld verdienen, weil die Seelensammler (Untote) ja auch irgendwie „überleben“ müssen. Auch ein Seelensammler hat „Aufstiegschancen“. Wenn man genug Seelen gerettet hat, steigt man auf. Die letzte Seele, die man selbst gerettet hat, muß dann den Job des Seelensammlers übernehmen. Ein Problem ist nur, man erfährt erst das die Quote erfüllt ist, wenn die letzte Seele gerettet wurde. Das äußere Erscheinungsbild der Seelensammler unterscheidet sich von dem, wie die lebenden Menschen diese sehen.

Hinter den Kulissen:
Die Serie hat viel Theater im Hintergrund erlebt. Bryan Fuller ist der Erfinder der Serie und hat diese nach 5 Folgen verlassen. Er konnte nicht die Leute einstellen, die er wollte. Zudem bekam er ein zu kleines Budget, um die Serie auf dem Niveau drehen zu können, wie er es sich vorgestellt hat. Als Fuller ging, wurde auch gleich ganze Handlungsstränge fallen gelassen. So sollte Georges Vater ursprünglich schwul sein, um eine Geschichte zu erzählen, in der George begreift wie kostbar ihr Leben in Wirklichkeit war. Dies gibt es nicht mehr.

Wie geht es nach den zwei Staffeln weiter?
Bekannt ist, das es zur Serie einen Film auf DVD geben soll, wo die Hauptdarstellerin Ellen Muth ebenfalls dabei ist. Wann der Film fertig ist und veröffentlicht wird, ist noch offen. Abhängig davon wie erfolgreich Serie und Film wird, besteht eine Chance auf eine Fortsetzung. Was genau in dem Film passieren wird ist derzeit jedoch eine wilde Spekulation in alle Richtungen, so das es keinen Sinn macht, darauf einzugehen.

Der Vorspann der Serie „so gut wie tot“ sagt leider nix aus

Der angebliche Trailer zu „Dead Like me“ („so gut wir tot“) DVD-Film:

Advertisements
Verschlagwortet: , , , , ,
Posted in: Top Artikel