Nikotin-Entzug Tag 2-4

Posted on 01/04/2008 von

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Ich hab Euch ja erzählt, das ich seit Freitag nicht mehr rauche (ganz hart, ohne irgendeine Hilfe) und ich hab Euch von meinen Entzugserscheinung erzählt (siehe hier). Nun fasse ich mal die Tage 2-4 zusammen. Die beschriebenen Entzugserscheinungen habe ich eigentlich schon am zweiten Tag nicht mehr so extrem. Bis auf den Punkt, das ich eine gewisse Unruhe in mir habe, ist alles wesentlich besser geworden. Bis heute muß ich mich wirklich sehr konzentrieren (Tag 4), wenn ich im Laden stehe, wo es direkt vor mir Zigaretten zu kaufen gibt. Ich weigere mich. Raucher aus meinem Freundeskreis lassen mich nicht einmal an deren Zigarette ziehen oder wollen mir eine geben. Der Qualm ist mir nicht wirklich unangenehm. Wenn dieser in meine Nase kommt, finde ich es toll.

Solange ich nix zu rauchen habe, kann ich noch so sehr rauchen wollen, ich kann es nicht, weil ich nix habe. Ich zwinge mich quasi dazu. Gerade am Abend, wenn so der Feierabend eingeläutet wird. Wenn Gemütlichkeit aufkommt, denke ich ans rauchen und finde nix. Würde ich was finden, ich würde es rauchen. Meine 10 Jahre alte original verpackte West Light für 5,15 DM ist trotzdem zu. Ich weiß nicht ob man die noch rauchen kann. Mir ist aber auch stark aufgefallen das ich oft aus langeweile rauche. Wartezeit überbrücken durch eine Zigarette. Wie albern, oder?

Die positiven Seiten der ersten 4 Tage:
Meine Wohnung riecht angenehmer, alleine schon weil der Zigarettenqualm fehlt. Ich rieche die Luft viel intensiver und es riecht frischer. Leider mußte ich in der Schwebebahn auch feststellen, das die Schweiß-Alkohol-Stinker jetzt auch intensiver riechen. (Würg). In vier Tagen habe ich 20 Euro eingespart. Wie sagte noch mein Chefeinkäufer: „Der Einkauf ist die wichtigste Abteilung. Was ich an Geld spare, muß der Verkauf nicht verdienen.“ Besser Luft bekomme ich noch nicht. Ich denke, das braucht auch seine Zeit. Und ich schmunzel jetzt, wenn die Raucher vor der Schwebebahnstation noch ihre Kippen aufrauchen, bevor diese die Station betreten. Ich denke mir dann: „Die Zeit soll es bei mir nicht mehr geben.“ Man soll ja besser schmecken können, wenn man nicht mehr raucht. Gut, nach vier Tagen besser schmecken, ist ja doch eher unwahrscheinlich, allerdings hatte ich jetzt immerhin einmal ein Geschmackserlebnis bei einem Curry-Gericht. Standard-Fertiggericht, was immer gleich schmeckt. Diesmal war der Geschmack intensiver und viel besser. Da freue ich mich schon, wenn meine Geschmacksknospen komplett wiederbelebt sind.

Allerdings besser riechen und besser schmecken sind doch auch eher kurzfristige Erscheinungen. Wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat, nimmt man die Verbesserung auch nicht war, oder?

Dafür bin ich seit gestern ein Kojak. Ja, ich habe gelegentlich einen Lolli im Mund, wenn men Drang zur Kippe besonders groß wird, tröste ich mich so. 😉

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