Beuteschema der Frau, Sex und Männer

Posted on 19/03/2008 von

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studi.jpgDiese Woche steht mal wieder alles im Zeichen zwischenmenschlicher Beziehungen, Klischees und Steinzeit. Den Anfang macht der Spiegel, der ein Interview mit Herrn Woinoff abdruckt. Der Mann hat das Buch „Überlisten Sie Ihr Beuteschema“ geschrieben. Er vertritt die Meinung das Frauen noch immer Männer suchen, die im Status über die Frau steht. Das Beuteschema sei überholt, weil die Frauen inzwischen selber sehr qualifizierte Ausbildungen und große Karrieren haben. Da wird die Luft für den Mann dünn, weil es nach oben immer weniger Männer gibt, welche Frauen übertrumpfen. Die Frau soll doch bitte akzeptieren das es nix besseres als sie selbst gibt und einen Mann wählen, der weniger Status hat als sie. So überspitzt ich das auch darstelle, darauf lief das Interview in letzter Konsequenz hinaus.

Doch während die katholische Kirche einem Drogeriemarkt per Mietvertrag den Verkauf von Kondomen verbietet (laut Pro7 newstime) und das rechtlich auch möglich ist, würden wir bald keine Kondome mehr brauchen, weil eine Studie von dieser Woche besagt, das Frauen lieber nur alle 6 Monate wahnsinnig guten Sex haben wollen, anstelle von mehrfach im Monat so naja-sex (laut taff, Pro7). Da ist das Haltbarkeitsdatum einer 10er-Packung Kondome schneller abgelaufen als diese verbraucht sind. Davon abgesehen, wer wurde da eigentlich befragt? Das klingt ja fast so als wenn wir Männer nur zweimal im Jahr gute Leistung bringen würden. Hat mal jemand gefragt wie zufrieden wir Männer mit den Frauen sind beim Sex? Letztlich kommt es doch auf Mann UND Frau an, oder?

Dafür können ja Frauen ihren Sex durch tragen von High Heels steigern (wie berichtet). Wir Männer könnten es auch machen, tun es aus verständlichen Gründen nicht. Und davon abgesehen, wenn es zu wenig Sex gibt, steigt ja auch die Scheidungsrate. Eine Kirche geht ja da mit Sexratgebern dagegen an. (siehe hier) Da kommt wieder eine seltsame Kombination. Die eine Kirche will den Sex zwischen den Menschen fördern, eine andere Kirche verbietet den Verkauf von Kondomen. Und die staatlichen Apotheken von Schweden verkaufen ja Sexspielzeug zur Steigerung des Liebesglücks, weil das ja gesund sei (siehe hier). Frauen wollen lieber weniger, dafür guten Sex, was aber die Scheidungsrate steigert. Und laut der Zeitung Welt, soll viel Sex auch zu viel Wohlstand führen, das konnte ich diese Woche lesen. Man hat dies raus gefunden und erklärt es damit, das Menschen mit viel Sex deutlich ausgeglichener sind und somit leistungsfähiger. Dies führt unweigerlich zu mehr Wohlstand, weil man in der Arbeit mehr Leistung erbringen kann. Weniger Sex ist besser, wer aber mehr Wohlstand haben will, sollte mehr Sex haben? Und mehr Sex bringt mehr Wohlstand, was ja letztlich auch den Status steigert. Wenn aber Frauen immer häufiger einen höheren Status haben als Männer, dann haben Frauen auch mehr Sex als die einzelnen Männer. Heißt das etwa, das Frauen sich über mehrere Männer „hochschlafen“. Und wenn ja, wie passt das zusammen mit der Tatsache, das Frauen lieber weniger, aber guten Sex haben wollen?

Gut das ich erfahren habe, was echte Romantik-Killer sind und was die wahren Geheimnisse einer Beziehung sind.

Da bleibt nur eines festzuhalten. Wer zuviele Studien liest und diesen auch noch glaubt, wird irgendwann nicht mehr wissen was der richtige Weg ist. Der hier geschilderte Datenmüll führt doch dazu, das keiner mehr weiß, wie man sich verhalten soll. Also Studien schnell vergessen und einfach auf das achten, was man selber und der Partner (die Partnerin) will. Ich denke das ist der bessere Weg, oder? Lustig ist es dennoch, wenn man sich den Datenmüll anschaut, sonst würde ich darauf nicht eingehen bzw. dieses Thema übergehen.

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