Gefangen in Vohwinkel

Posted on 05/03/2008 von

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„Ich habe garkein Auto“. Was damals in der Kaffee-Werbung schon fast romantisch und verführerisch klingt, ist in der harten Realität eine Zumutung. Ja, ich habe auch kein Auto. Ich wohne in Vohwinkel und zwar so ideal das ich sowohl mit Bus, Schwebebahn wie auch der Bahn fahren kann. Zudem ist meine Wohlage direkt am Aldi und Lidl sowie keine 5 Minuten zur größten Lebensmittelauswahl in NRW (akzenta). Die wesentlichen Ärzte sind auch im Umfeld. Wozu also ein Auto?

Tja, genau da ist das Problem. Heute streikt die WSW, was soviel bedeutet wie das weder Schwebebahn noch Bus im Einsatz ist. Ich gehe durch die Straßen und ich höre keine Schwebebahn, ich sehe kein Bus. Irgendwie fühle ich mich da „gefangen in Vohwinkel“. Nicht das ich weg müsste, aber ich das Gefühl, nicht weg zu kommen, ist schon hart. Gut, die Alternative Taxi gibt es noch. Jedoch ist Taxi im Preis viel zu teuer für mich. Und was gibt es noch?

Die Bahn. Klar, damit kommt man weiter, aber z.B. unser Stadtteil Cronenberg ist damit nicht zu erreichen. Genauso wie andere abgelegenere Orte. Müsste ich nun zur Arbeit, hätte ich ein Problem. Und ab Montag wird es wohl so kommen das die Bahn unbefristet bestreikt wird, gleichzeitig könnte die Stadtwerke bestreikt werden. Damit wäre kein wegkommen mehr möglich, ohne Auto.

Also während ich „gefangen in Vohwinkel“ bin, habe ich trotzdem Verständnis dafür das die Mitarbeiter der Stadt mehr Geld wollen und das die Lockführer sich von ihrem Arbeitgeber nicht verarschen lassen wollen (verarschen im Bezug auf Bahn und GDL). Aber die Gewerkschaften sollen mir dann während der Streikzeit auch das Geld für ein Taxi geben.

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