Was ist Greenwashing?

Posted on 01/03/2008 von

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300-200.jpg Die Menschen achten immer mehr auf Umweltschutz und wollen nicht nur Bioware kaufen, sondern auch umweltfreundlichen Strom, klimaschonende Autos u.s.w. Umweltschutz wird ein immer stärkeres Kaufargument. Und das ist auch richtig so. Nun hat die Industrie ein Problem. Entweder können die nicht so schnell umweltfreundlich werden oder wollen es schlicht nicht. Doch auf den hart umkämpften Märkten zählt jeder Kunde, also muß man sich was einfallen lassen.

So entstand die PR-Strategie „Greenwash“. Eine Firma macht quasi vergleichbares wie Geldwäsche bei der Mafia. Eine Firma versucht sich einen grünen Anstrich zu geben, selbst wenn die Firma nicht umweltfreundlich ist.

Ein Beispiel ist die Daimler AG. Die hat ihren kleinen Smart mal eben als CO2-Champion ernannt und war als Sponsor für die Klimaschutz-Party „Live Earth“ aktiv. Dabei liegt Daimler bei seinen Neuwagen z.B. 2006 im Ausstoß von Co2 von 192 g/ km weit über das Ziel von 130 g/km. Umweltfreundlich ist es nicht, aber Daimler kann nun so tun, als wenn die was für die Umwelt getan hätten.

Seit 2004 kooperiert die Bayer AG mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) um bei der Aufklärung in der Jugendarbeit zu helfen. Aber Bayer ist deswegen nicht umweltfreundlicher. Es wirkt nur so. Fakt ist, das die Bayer AG weiter Pestizide herstellt und ein Engagements für gentechnisch verändertes Saatgut hat.

Vattenfall, der Stromkonzern, geht in die Schulen und leistet Aufklärung. Die Schulen nehmen die Unterstützung gerne an, weil die Schulen nur begrenzte Möglichkeiten haben und Vattenfall eben ein Erlebnis zusätzlich liefert. Die Schüler bekommen dann den EIndruck das diese Firma alles für die Umwelt macht. Aber ist ein Konzern, der lieber auf Atomkraft und Kohlekraftwerke setzt, statt alternative Energie (Sonne, Wind, Wasser u.s.w.) ein umweltfreundliches Unternehmen?

Eon schaltet Werbung, wo die ein von ihnen finanziertes Projekt über ein Gezeitenkraftwerk zeigen. Ebbe und Flut sollen Strom erzeugen. Das Eon dieses Projekt unterstützt, ist zwar soweit richtig, aber Fakt ist auch (laut Kontraste ARD) das die nur sehr wenig Geld in das Projekt stecken im Verhältnis zu ihren umweltschädlichen Aktivitäten. Zudem wirkt es in der Werbung so, als wenn EON das Projekt schon erfolgreich anwendet. Laut ARD ist dem aber nicht so.

Greenwashing ist also mit vorsicht zu genießen. Ich empfehle daher genau zu prüfen, wenn jemand auf Umweltschutz macht. Wobei, Umweltschutz-Organisationen wie BUND, WWF, Greenpeace u.s.w. sicher helfen können.

(Informationsquellen zu diesem Artikel unter anderem BUND, ARD, CBG, Greenpeace)

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