Bio-Sprit: Klimaschutz gefährdet Klimaschutz

Posted on 19/02/2008 von

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Da will die deutsche Regierung in Sachen Klimaschutz eine Vorreiterrolle einnehmen und gefährdet damit den Klimaschutz. Klingt paradox, ist aber die Wirklichkeit. Benzin und Diesel muß zum Teil aus Pflanzen gewonnenen Sprit (Bio-Sprit) bestehen. Ab 2015 mind. 8%, ab 2020 sogar 17%. Damit will man Ressourcen sparen und das Klima schützen. Klingt ja sinnvoll. Große Felder mit Raps oder Soja anbauen und daraus Sprit gewinnen. Die Pflanzen wachsen wieder nach, Ölreserven werden gespart und das Klima wird zusätzlich geschützt. Denkste!!!

Welche Folgen die Planung der Regierung haben kann, sieht man bereits jetzt im Regenwald. In Indonesien oder Brasilien wird die Lunge der Erde geschlachtet um Palmöl zu gewinnen, was zu Sprit verarbeitet wird. Warum? Alleine die 8% sind bei dem hohen Benzinverbrauch in Deutschland nicht zu schaffen. In Deutschland kann man da nicht soviel anbauen, wie man bräuchte. Also wird importiert. Raps-, Soja-, und Palmöl. Die Abholzung im Regenwald und der Transport bedeutet nicht nur, das sehr viel Kohlendioxid entsteht. Die abgeholzten Bäume können auch kein Kohlendioxid abbauen. Die Lunge der Erde kann quasi nicht mehr die Luft reinigen.

Nun kann man darüber nachdenken, wie man Alternativen findet. Wenn wir zuviel Pflanzen für Biokraftstoffe anbauen, verschwindet Anbaufläche für unsere Ernährung. Wenn wir keine Alternative zu Erdöl nutzen, geht das Öl aus und der Klimawandel kann nicht gebremst werden. Stromautos sind auch keine Alternative, wenn der Strom aus Atomkraft, Braunkohle u.s.w. gewonnen wird. Eigentlich sehe ich nur eine sinnvolle Möglichkeit. Die Autos müssen generell weniger Benzin verbrauchen, der Verbraucher muß sich einschränken, regenerierbare Energiegewinnung muß in der Forschung ganz oben stehen und alle Beteiligten müssen endlich zusammenarbeiten für ein höheres Ziel. Was ein Wunschdenken, oder?

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Posted in: Politik