Robin Scharfblog Teil4: Die Pläne von Axtra

Posted on 10/12/2006 von

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Robin legte die DVD vom Metzger in seinen tragbaren DVD-Player ein. Es kam eine Aufzeichung, in der Stefan Zaap sagte: „Das TV-Volk hat eine bittere Niederlage erlitten. Die ‚easytones Kids’ wurden ermordet. Sinnlose Morde, die Euer Volkheld Robin Scharfblog verschuldet hat. Wir werden ihn finden und dann seiner gerechten Strafe zuführen. Wir brauchen Eure Hilfe. Ab jetzt senden wir einmal die Woche immer am Freitag die Sendung ‚Aktenzeichen abc’, wo wir Verbrecher suchen und wir die Hilfe vom Volk benötigen. Wir wollen den Untergrund rund um Robin Scharfblog zerstören zum wohle des Volkes.“ Robin mußte lachen, weil er kannte ja die Wahrheit. Doch gleichzeitig wurde er nachdenklich. Er wusste genau das ab jetzt eine große Propaganda gegen ihn laufen würde. Und es wird schwer für Robin. Die Macht der TV-Macher war einfach zu groß. Doch insgesamt war Robin froh. Die DVD war eine Werbesendung. Sein Versteck bleibt unentdeckt.

Ab jetzt mußte Robin noch vorsichtiger werden, wenn er sein Ziel erreichen will. Während Robin darüber nachdachte, kam Skutti rein. „Hallo Robin, ich habe gerade von Freunden von einem neuen Spielzeug gehört. Die Firma Axtra hat ein Gerät entwickelt, womit die Zuschauer für jede Stunde Fernsehen automatisch um einen halben Taler erleichtert werden soll. Die Zuschauer sollen in Zukunft nur noch digitales Fernsehen erleben und dafür bezahlen. Damit werden die Menschen gezwungen, auf diese Geräte zu gehen.“ „Was sagst Du da Skutti? Geht es jetzt schon los?“, fragte Robin etwas verärgert. „Ja Robin, das ist in der Tat so.“

„Skutti, mal eine andere Frage. Bei meinem letzten Einsatz mit dem Metzger, hatte ich mich aufwendig durch die Produktionsstätte geschlagen um in die Halle zu kommen, wo die Kinder gefangen wurden. Warum hast Du mich da eigentlich nicht gleich hingebeamt?“ „Robin, die Technik kann keine Wunder verbringen. Damit ich jemanden beamen kann, muß ich einen Sender an diesem Ort haben. Rund um die Schutzzone von unserer Zentrale habe ich die Sender angebracht und der Sender von Deinem Handy ermöglichen dies. Mehr ist noch nicht drin.“, sagt Skutti mit einem bösen Blick. Skutti war ein Technik-Freak, welcher alle möglichen technischen Spielzeuge kannte und hatte wenig Verständnis für Leute, die davon keine Ahnung hatten.

„Robin, können wir uns nun auf die Geräte von Axtra konzentrieren? Ich habe ein Gegenmittel entwickelt, womit wir die automatische Abbuchung beim Volk verhindern können. Das Ding soll nächste Woche in Produktion gehen. Der Spendenblocker ist eine Abwandlung vom Werbeblocker, welche die Firma Riemens für das Internet entwickelt hatte. Diese Software muß in die Geräte eingebaut werden, damit wir schlimmeres vom Volk abwenden können.“, sagte Skutti mit ein wenig stolz. Immerhin hatte er die abgewandelte Software programmiert und das in Rekordzeit.

„Also gut“, sagte Robin,“ es wird Zeit für einen neuen Einsatz. Diesmal müssen wir geschickter sein als je zu vor. Axtra soll nicht erfahren, wer die Geräte manipuliert hat. Haben wir noch etwas Creme von dem Unsichtbaren? Der hatte uns doch etwas davon geschenkt. Und ich brauche Murray für die Einspielung der Software. Ruf mal bitte auf der ‚Riptide’ an. Vielleicht kann er uns helfen.“ „Aber Robin, warum nimmst Du mich nicht mit“, fragte Skutti etwa enttäuscht. „Skutti, Du bist unsportlich, dick und wenn Du Dich zu stark ängstigst, verwandelst Du Dich in einen hirnlosen grünen Riesen. Das bringt uns nur noch mehr in Gefahr.“, antwortete Robin. „Aber ich kann mich zurückhalten. Ich möchte auch endlich einen Einsatz vor Ort haben.“, bettelte Skutti. „Nein, Dich brauche ich hier. Du bist für mich die wichtigste Person im Hintergrund. Wer drückt im Notfall den Knopf zum beamen? Wer entwickelt die besten Geräte für unseren Kampf?“, meinte Robin. Skutti war enttäuscht, aber er hatte verstanden was Robin sagen wollte. Und er wusste genau. Robin hat Recht.

„Nun ruf schon Murray an, er soll kommen.“, forderte Robin Skutti zum handeln auf. Während Skutti der Bitte folgte, hat Robin eine Besprechung mit T! und Scheinemaker einberufen. „Wenn Du Durst hast, hast Du nicht genug getrunken.“, sagte Scheinemaker. „Scheinemaker, trink nicht so viel von ‚Red Bull’, es bekommt Dir nicht“, sagte T! etwas genervt und setze fort, „Robin, wie willst Du nun die Geräte unbemerkt verändern?“ Robin lächelte. Er wusste zwar von dem Gerät und er wusste auch was zu tun ist, doch wo soll das Gerät hergestellt werden. „Frag doch mal die Maus“, antwortete Scheinemakers und in der Tat, das war die beste Idee, die sie bisher hatte. Robin ging an die Wand und kniete sich auf den Boden. Ganz unten war ein Loch, wo eine orange Maus wohnt. Um von Ihr die Infos zu bekommen, mußte er sie locken. Käse war jedoch zu wenig. Sie wollte geschmeichelt werden und so legte Robin einen kleinen Strauß aus Blumen dahin. Plötzlich hörte er eine kleine leise Stimme in Begleitung eines Klaviers singen: „Vielen Dank für die Blumen. Vielen Dank, wie lieb von Dir.“ Das war für die Maus normal. Sie hat immer viel und gerne gesungen. Wäre sie etwas größer, sie wäre erfolgreich mit Hits wie „66 Jahre“ oder „Aber bitte mit Sahne“, doch es sollte nicht sein.

„Sag mal Maus, wie komme ich zur Produktionsstrasse von Axtra?“, fragte Robin sehr gespannt. Sie antwortet wieder mit einem Song: „Auf der Straße nach San Fernando, da steht ein Mädchen wartend in der heißen Sonne.“ Und sprach plötzlich normal: „Sie arbeitet bei Axtra und fährt jeden morgen um ca. 7 Uhr mit dem Bus. Sie mag Busse nicht und würde sich bestimmt freuen, wenn Du Sie zur Arbeit fährst. Ich kenne sie zufällig und sag Ihr das Udo Lindenzwerg sie abholen wird.“

Damit war für Robin alles geklärt. Er hatte einen Plan, er hatte einen Anhaltspunkt zur Produktionshalle und er hatte die Software. Doch irgendwas fehlte da noch. „Sag mal Skutti, was ist mit Murray? Kommt er jetzt?“ fragte Robin. „Murray ist bereits auf dem Weg. Er sollte noch heute Nacht bei uns sein. Ich werde Murray alles zeigen was nötig ist. Doch Robin, Du weißt ja das Murray für solche Einsätze nicht ganz geeignet ist, oder? Behandle ihn sanft und vermeide Kämpfe, die er durchhalten muß.“, meinte Skutti mit ernster Stimme. „Aber das weiß ich doch. Darum nehme ich mein Team mit. Und wir haben doch die Creme vom Unsichtbaren. Da wird uns schon niemand bemerken.“

Am nächsten Morgen machten sich Robin mit seinem „B-Team“ und Murray auf den Weg. Und in der Tat, die Maus hatte ein Mädchen an der Straße angekündigt und selbige war wirklich da. Während sich die Anderen bereits mit der unsichtbar machenden Creme zugeschmiert hatten, hat Robin dem Mädchen angeboten, diese zur Arbeit zu fahren. „Hi, ich bin der Udo. Wer bist Du?“, fragte er. „Ich bin die Biene.“, sagte das Mädchen. „Hi Biene. Du bist aber noch recht jung für die Arbeit. Könntest ja noch Schülerin sein.“ „Ja, das bin ich auch. Ich gehe auf die Beverly Hills 90310. Dort gehen nur die reichen und verwöhnten Jugendlichen hin. Um da mithalten zu können, muß ich mir nebenbei etwas dazu verdienen. Gut das wir Osterferien haben.“, sagte Biene.

Und während sich Robin und Biene gut unterhalten hatten, wurde Robin zu Axtra geführt. Vor dem Tor von Axtra war eine Wache: „Was wollen Sie hier?“ „Wir sind im Auftrag des Herren unterwegs. Ich bringe die Biene zur Arbeit.“, antwortet Robin gelassen. Robin kam rein, was er aber nicht wusste, ist die Tatsache, das Axtra ein Gefangenenlager war, wo die Gefangenen gefilmt und live auf Pay-TV wie auch im Free-TV übertragen wurden. Und so entdeckte er einige seltsame Dinge. „Biene, was ist hier los?“, fragte Robin. Und Sie erklärte ihm was hier passierte. „Nun, hier siehst Du die Match-Arena. Wenn die Bewohner etwas mehr Luxus haben wollen, müssen die hier ein Match austragen wie z.B. Eierlaufen. Die Gewinner-Mannschaft bekommt dann z.B. Brötchen, die nicht älter als 5 Tage sind. Normal bekommen diese Brötchen die mind. 10 Tage unter der Sonne getrocknet sind.“

Biene wollte noch mehr erklären, doch plötzlich wird die Unterhaltung von lauter und schrecklicher Musik unterbrochen. Robin sah die Dieter Polen-Halle, welche einen großen Werbeslogan hatte: „Willst Du aus den Knast? Dann werde bei mir ein Star und ich hole Dich hier raus.“ Direkt daneben stand die „Promi-Truhe“ welche wohl beliebige vergessene Promis auftaut, wenn mal wieder ein Promi für Glanz in der Show gebraucht wird.

Bei der Decoder-Produktionshalle hat Robin das Mädchen abgesetzt und fuhr weiter. Robin fuhr zu einer Ecke wo er nicht beobachtet werden konnte. Er sprach zu seinem Auto: „K.A.T.T. schalte bitte den Tarnmodus ein.“ Und das Auto schien zu verwinden. Robin holte sich die Creme aus der Tasche und schmierte sich ein. „Ok Leute, jeder weiß was er zu tun hat. Murray, bist Du soweit?“ fragte Robin. „Ja, ich bin auch soweit. Und ich kann wirklich nicht entdeckt werden?“, fragte Murray. „Murray, solange Du nicht schwitzt und Dich vorsichtig bewegst, klappt alles wunderbar.“

Und so machte sich das Team unbemerkt auf um die Software noch vor Produktionsstart zu verändern. Sie eilten durch die Produktionshallen und kamen im versteckten Rechenzentrum an, wo der PC steht um die Software zu verändern. Es wäre zu schön gewesen. Die Frau Scheinemaker mußte in dem Moment Schnupfen bekommen, wo Wachleute durch das Rechenzentrum. Die Nase putzen ist nicht, da die Creme verwischt wird, welche Scheinemaker unsichtbar macht. Also brav hochziehen. Doch ihr kennt das ja. Irgendwann muß man dann niesen. Und so landete Creme mit lautem Theater genau ins Gesicht einer Wache. Damit sah die Wache aus wie ein schweizer Käse. Die scheinbaren Löcher zeigten genau das andere Ende des Raumes. „Was ist hier los?“ sagte die eine Wache. Die andere Wache schaute sich um und stellte fest, das niemand im Raum ist. „Sag mal, Du hast Löcher im Gesicht.“, sagte die eine Wache zur anderen. „Bitte was habe ich?“, kam direkt die Gegenfrage. „Schau doch mal im Spiegel. Dann wirst Du es selber sehen.“ Reichlich schockiert sah die mit Creme befleckte Wache, was passiert ist. Sie ging mit ihrer Hand durch das Gesicht und die Löcher verschwanden wieder. „Immer diese Wissenschaftler. Die haben bestimmt mit irgendwas experimentiert um bei der ‚Knof-Hof’ Show dem Zuschauer was zeigen zu können. Oder jemand von der ‚Versteckten Kamera’ spielt uns einen Streich. Komm Kollege, ich habe Hunger. Lass uns in die Kantine gehen.“ Und so verschwand die Wache.

Die Wache war weg und Murray begann damit, die Software zu überspielen. Leider war Murray kein mutiger Held, sondern hatte viel Angst. Er schwitzte durch die Sache mit der Wache. Er hatte Angst erwischt zu werden. Und so wurde nach und nach sein Gesicht wieder sichtbar. „Murray, Du sollst doch nicht schwitzen.“, sagte Robin. „Mach Murray doch trocken und schmier ihm neue Creme auf.“, meinte T!. Doch Robin hatte ein Problem. Die Creme war leer. „Die Software ist überspielt. Auftrag erledigt.“, sagte Murray. „Gut, dann soll uns Skutti holen. Wir brauchen da die Creme nicht mehr.“, meint Robin erleichtert. Er nahm das Handy und wollte anrufen. Und es kam eine weibliche Stimme: „Für diesen Anruf haben Sie leider kein ausreichendes Guthaben. Gern können Sie Ihr Handy erneut aufladen. Besuchen Sie uns dazu bitte im Internet oder gehen Sie in den nächsten Dchibo-Shop.“ „Mist, immer wenn man das Handy braucht, klappt er nicht.“, fluchte Robin. Und so mußte sich das Team wieder durch die Produktionshalle schlagen um dann das Auto zu erreichen.
Irgendwas hat jedoch Alarm geschlagen. In der Produktionshalle waren nicht nur ein paar Arbeiter, die langsam den Tag beginnen wollten, sondern auch einiges an Wachen. „KATT, ich brauch Dich“, sprach Robin in seine Uhr. Und plötzlich kam mit viel lärm mitten durch die Wand das Auto. Es wäre sicher eine tolle Filmszene gewesen, doch das Auto war nicht zu sehen. Es wurde ja auf unsichtbar geschaltet, bevor Robin in die Halle gegangen war. Und so sah die Wache reichlich verwirrt eine einfallende Seitenwand. Robin und sein Team wurde von dem ganzen Staub wieder sichtbar. Sie sahen aus wie Geister. Leicht durchsichtig und weiß.T! nahm sein Laserschwert und betäubte die Wachen, die sich in den Weg stellten. Scheinemaker meinte: „Wenn es dunkel ist, ist das Licht aus.“ Und verwirrte so ebenfalls ein paar Wachen. Alle schafften es ins Auto und konnten mit hohem Tempo das Gelände verlassen.

Am nächsten Tag kam die Zeitung und Robin konnte lesen das ein Anschlag auf Axtra verübt wurde. Es gab angeblich keine Verletzten. „Murray ist gerade gefahren.“, sagte Skutti. „Gut, sag mal, wie schnell erkennt eigentlich Axtra, das wir die Software ausgetauscht haben?“, fragte Robin. „Die werden es erst merken, wenn die Einzahlungen nicht kommen. Die neue Software ist ein Schläfer. Erst wenn das Gerät 30 Tage im Einsatz ist, aktiviert sich meine Software. Ab da müssten die Zuschauer zahlen. Meine Programmierung merkt dies und verhindert das.“, antwortet Skutti. „Ich liebe es, wenn mein Plan funktioniert.“, antwortet Robin und zündet sich eine Zigarre an.

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